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Alt 01.01.2024, 09:49
Noppenzar Noppenzar ist offline
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AW: Umgang mit inhumanen Aussagen über den Umgang mit Flüchtlingen

Die Grundfrage/das Threadthema ist mMn. zu manipulativ.

Es gibt eigentlich klare Gesetze nach denen ein politischer Flüchtling (Beispiel Iran) oder ein Kriegsflüchtling temporär aufzunehmen ist. Dies gilt allerdings nur, wenn dieser sich entsprechend benimmt.

Vergleicht es mit einer Freundin, die bei Euch auf der Natre steht, weil sie geschlagen/verprügelt wurde. Ihr nehmt sie natürlich erstmal auf. Benimmt sie sich, arbeitet im Haushalt mit und zeigt Bemühungen selbstständig wieder ihr Leben zu ordnen, kein Problem.

Benimmt sie sich aber daneben, lebt auf Eure Kosten, ramponiert Euch noch die Bude, dann gibt's eine Ansage und wenn es dann nicht funktioniert, dann fliegt sie raus.

Allgemein gesprochen: jemand der wirklich flüchtet, jemand der dankbar ist eine Chance zu bekommen, selbst ein "Wirtschaftsflüchtling", der etwas erreichen möchte wird normalerweise nicht kriminell und passt sich kulturell an. Er ist dankbar und fällt schon aus Eigeninteresse nicht negativ auf.

Wer diese Attribute nicht mitbringt hat in unserem Land nichts mehr verloren.

Fehler in der aufnehmendem Gesellschaft gibt es auch, aber andere als von der linken Politik proklamiert.

Der Staat möchte sparen, packt sie daher erstmal alle in dieselben Wohnviertel. In die billigen Problembezirke. Die Folgen sind katastrophal, wenn die alle in einen Kindergarten, in eine Grundschule gehen. Auch die Jobcenter sind nicht ganz unschuldig, vermittelt man sie doch bevorzugt an Gauner, die sonst niemanden finden. Seitens der Union lag und liegt der Fokus nur darauf billige Arbeitskräfte zu bekommen. Die Salonlinke wiederum stellt sich hin, fordert und fordert, sie sind aber die Ersten, die sie nicht in ihrem Wohnviertel/Verein usw. haben wollen.

In der Summe ist von beiden Seiten nahezu alles schiefgelaufen, was schieflaufen kann. Auch die Medien haben eine Mitschuld. Die Masse und die Probleme mit ihnen werden kaum themstisiert, man zeigt immer das eine Beispiel, wo alles glatt gegangen ist.

Nur ist die "Vogelstraußtaktik", was man nicht sehen will, ist auch nicht da, gehörig in die Hose gegangen.

Man hätte es aber wissen können. Warnende Stimmen gab es genug, ein Blick nach Frankreich, Belgien oder nach Schweden hätte genügt. Dass man vorher einfach Glück hatte, weil die Mehrheit der Zuwanderer seit 1960 entweder aus uns kulturell verwandten Nationen kam oder aus der (damals noch) streng laizistischen Türkei (daher haben die früher, vor Erdogan, kaum Probleme gemacht).

Eine Lösung sehe ich nicht. Für die gebildete Schicht unter den Flüchtlingen gibt's kaum Anreize nach Deutschland zu kommen. Sie streben in Staaten ohne Sprachhürde und guten Jobs. Hier lockt nur das Bürgergeld und die Aussicht seine Kultur abseits der Gesellschaft weiterleben zu können. Diese Menschen, das ist noch eine Fehlannahme, sind zwar relativ einfach gestrickt, aber auch nicht dämlich. Wo der Russe oder Pole vor 2005, also vor den Hartzgesetzen, noch genau wusste, wenn er Gas gibt, einen ordentlichen Job bekommen kann, weiß die Masse der Asylanten genau, dass die Alternative zu Bürgergeld+Schwarzarbeit die Leihbude ist. Und auch wenn man dort auf dem Basar keine komlexen Gleichungen lösen kann, können die rechnen. Die wissen, dass der eigentliche Plan, hier gutes Geld zu machen legal oft schon im Ansatz scheitert. Was sie aber schnell verstehen ist, dass sie "nix deutsch" im Jobcenter unvermittelbar macht. Auch kapieren sie schnell, dass sich bei Zwangsvermittlung "dumm anstellen" schnell in einer Kündigung auszahlt. Ein Problem, dass sich bei gebildeter Zuwanderung in gute Jobs kaum stellt.

Summasumarum haben sich Staat und Industrie, die auf Billigkräfte spekuliert hatten, massiv verkalkuliert. Dazu hatte und hat man bis Heute nicht auf dem Schirm, dass Menschen mit völlig anderer Kultur und Sozialisation kamen, oft die Unterschicht dieser Staaten, dass diese Menschen aber dann doch oft so "bauernschlau" sind hier das Optimum rauszuschlagen.

Die Zeche zahlt die aufnehmende Gesellschaft zu der im Übrigen auch alle ehemals zugewanderten Ausländer zählen, begonnen mit dem englischen Exsoldaten, über ein Gastarbeiter, bis zum Spätaussiedler. Gerade dort ist abseits der politisch gesteuerten "Integrationsräte" und "Verbände" die Meinung zum Asylthena sehr viel radikaler als man denken könnte.

Abschließend dazu noch eine Aussage eines Afghanen, den ich mal privat traf: "Ich habe schnell die Sprache gelernt, mich angepasst, eine Ausbildung gemacht und ich bin doch da nicht abgehauen, damit meine Familie so lebt wie dort! Die Taliban wollten uns töten, da läuft meine Frau doch dann nicht hier noch mit Kopftuch rum und meine Töchter sollen hier ein freies Leben führen. Warum sollte ich hier kriminell werden? Warum sollten wir unsere Freizeit nur unter Afghanen verbringen? Dann hätten wir auch dableiben können und uns den Taliban anpassen!."

Geändert von Noppenzar (01.01.2024 um 09:55 Uhr)
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