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Alt 15.12.2004, 10:53
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AW: China - Weltauswahl

Heute war bei uns ein recht interessanter Bericht in der Zeitung. Den möchte ich euch nicht vorenthalten:

Chinesen lassen Weltauswahl frieren

Timo Boll und die Weltauswahl liegen nach ersten von zwei Tagen des mit Spannung erwarteten Tischtennis-Gipfels gegen China mit 0:5 fast aussichtslos zurück. Doch das sportliche Abschneiden ist wegen katastrophaler Rahmenbedingungen nach dem ersten von zwei Tagen längst in den Hintergrund getreten. In der bitterkalten Halle fanden Boll & Co überhaupt nicht ins Spiel und waren den Gastgebern im südchinesischen Changsha beim mit 200 000 US-Dollar (rund 150 000 Euro) dotierten Duell kein gleichwertiger Gegner. "Ich hätte gerne mit drei Pullovern und Jacke gespielt, aber leider erlauben das die Tischtennisregeln ja nicht", sagte der 23 Jahre alte Ex-Europameister aus Höchst am Dienstag nach seiner 1:3-Niederlage gegen Ma Lin.

Die Weltauswahl um den Deutschen konnte sich glücklich schätzen, wenigstens ohne Erkältung und Zerrung davon gekommen zu sein. "Da muss man schon froh sein, wenn man sich nichts weggeholt hat", äußerte sich Österreichs Weltmeister Werner Schlager. Dass viele Zuschauer, zum Teil nur wenige Meter von den Profis entfernt Zigarette rauchten, störte die Spieler weniger als die niedrigen Temperaturen. "Ich kann meinen Spielern keinen Vorwurf machen, unter diesen Bedingungen konnte es kein anderes Ergebnis geben", sagte Österreichs Nationaltrainer Ferenc Karsai, der die Weltauswahl in Changsha betreut. Nach Ansicht von Europameister Wladimir Samsonow (Weißrussland) war die Kälte der Grund für die Niederlage. "Uns war so kalt, dass wir in den ersten beiden Sätzen überhaupt keine Chance hatten", meinte er. "Wenn du gegen solche Klasseleute mit 0:2 hinten liegst, ist es natürlich sehr schwer, sie noch zu schlagen." Dass die Chinesen, die zum Einspielen schon eine Stunde früher in der Halle waren, besser mit den Umständen zurecht kamen, lag auch an einer Trainingsgewohnheit von ihnen. Die asiatischen Asse proben regelmäßig unter Extrembedingungen. dpa


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