Zitat:
Zitat von Wolf11
Ja, das ist Ying, wie sie "leibt und lebt"...........kein Jammern und immer positiv.....
Abgesagt hat sie bisher meines Wissens nur die WM.....
Ich hoffe, mit Olympia klappt es.....
|
Man sollte bisschen realistisch sein. Wenn die im Januar einen Achillessehnenriss hat, muss sie froh sein, wenn sie überhaupt nochmal Leistungssport treiben kann. Und ob es nochmal für Profisport auf internationaler Ebene reicht, ist vielleicht nicht nur eine Frage der körperlichen Gesundheit, sondern ob die Psyche mitspielt. Wer einmal einen Achillessehnenriss hatte, weiß von was ich spreche. Da wird selbst vor dem joggen noch mehr Wert auf das Warmmachen gelegt und im Sport überlegt man sich, ob man nochmal zu kurzen Sprints und Richtungswechseln ansetzt oder ob die Hemmungen zu groß sind.
Han Ying hatte eine tolle Karriere. Mit ihrer Auswanderung nach Deutschland hat sie alles richtig gemacht, denn hier konnte sie international spielen, während sie in China wahrscheinlich nicht mal als Sparringspartnerin für Ding Ning, Li Xiaxiao, Liu Shiwen, Chen Meng, Wang Manyu und Sun Yingsha in der Nationalmannschaft hätte bleiben können, sondern wenn dann nur eingeladen worden wäre, wenn die wirklich mal gegen Abwehr hätten trainieren wollen. In Deutschland konnte sie jetzt lange genug international spielen, aber manchmal entscheidet dann das Schicksal wann es genug ist. Von der Spielstärke hätte sie natürlich weiterhin den jungen deutschen Spielerinnen im Weg stehen können, aber perspektivisch wäre das nicht gut gewesen. Und Han Ying ist derselbe Jahrgang wie meine Mutter, da reicht es dann eben auch irgendwann mal mit Profisport. Vielleicht bereut sie es irgendwann selber, so lange gespielt zu haben, statt eine Familie mit mehreren Kindern zu haben, aber das ist eines jeden seine Privatsache und möchte ich nicht bewerten, sondern nur anmerken, dass das für manche eine Rolle spielen könnte.
Zitat:
Zitat von Wolf11
Abschliessend möchte ich nochmal betonen, dass für mich das Thema "Olympia" generell viel zu hoch gehängt wird, wenn man berücksichtigt, dass das Olympiaturnier in punkto spielerische Substanz, Qualität und Klasse nicht einmal im Ansatz mit einem Turnier wie bspw. dem Singapore Smash oder auch Champions-Turnieren mithalten kann..
|
Mit dieser Meinung stehst du zum Glück weltweit ziemlich alleine, denn jeder der über den Tischtennis-Horizont hinaus blickt, der weiß, dass Smash und Champions Turniere medial und historisch nicht einmal ansatzweise den Stellenwert von Olympischen Spielen haben. Jahre- und jahrzehntelang ist man unvergessen oder bleibt sogar unsterblich, wer einmal Olympiasieger wurde. Aber wer letztes Jahr irgendein Champions oder Smash Turnier gewonnen hat, das weiß selbst dieses Jahr und schon gar nicht nächstes Jahr kaum noch jemanden. Wolf: