Zitat:
Zitat von noppennorbert
Ich glaube, für eine Änderung des Staatsbürgerschaftsrechtes sind Mehrheiten im demokratischen Spektrum möglich.
Özdemir z.B. positionierte sich hierzu zuletzt bei Maischberger sehr klar:
Es sei nicht hinzunehmen, dass Menschen hier von den Segnungen der Demokratie profitierten, um von hier aus in der Türkei einen Autokraten zu wählen.
Das war vor Bekanntgabe der Gründung dieses AKP-Ablegers in D, daher war das die logische Argumentationsrichtung.
Özdemir nannte eine doppelte Staatsbürgerschaft als bestenfalls zeitlich befristete Option.
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Ein frommer, kaum kontrollierbarer Wunsch. Bisher hat man stillschweigend akzeptiert, das geht seit 40 Jahren so, dass sich Türken erst im Konsulat ausbürgern lassen
(das ging ja früher mit einer zulässigen Staatsangehörigkeit nicht anders), dann den "Deutschen" abholen und am nächsten Tag im türkischen Konsulat wieder eingebürgert werden.
Bei vielen Deutschtürken steckte da auch nie böse Absicht hinter, es ging ihnen, zumindest früher, auch darum, problemlos später in der Türkei leben zu können bzw. ohne Probleme Häuser, Grundstücke usw. besitzen zu können.
Den "Deutschen" holt man sich wiederum traditionell wegen Reisen in EU und Drittstaaten und damit man nicht dauerhaft wegen jedem Mist ins Konsulat muss.
Vor der Abschaffung des Wehrdienstes in Deutschland spielte auch dieser Aspekt bei der Wahl mit rein.
Die mit dieser Praxis verbundenen Probleme, die aktuell auftreten hatte niemand auf dem Schirm.