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Zitat von Turboblock
Die topchinesen sind natürlich schon auch sehr talentiert aber letzlich halt eben doch auch gezüchtete ballroboter die sich dem Drill unterzuordnen haben.das impliziert eben auch dass extrem freigeistige und sehr kreative Elemente nicht signifikant vorherrschend sind.zumindest nicht in dem Ausmaß eines felix lebrun und waldner das ändert aber wiederum nichts an ihrem reinen leistungslevel was natürlich die benchmark darstellt.
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Sorry, Turbo, auch wenn Du das immer wieder wiederholst mit den "gezüchteten Ball-Robotern" wird es nicht richtiger oder gar weniger peinlich...
Wie oft warst Du denn schon persönlich dabei in einem chinesischen Trainingslager der Tischtennis-Elite in China ?
Es ist zwar richtig, dass dort das Training extrem hart und intensiv ist, aber das gleichzusetzen mit der Behauptung, dass dort kreative und individuelle Komponenten und Elemente nicht erwünscht sind bzw. unterdrückt werden ist nichts weiter als das allgemein übliche Klischee, bei dem es mich wundert, dass Du das als Experte des Männer-TT nicht besser weisst.
Eine Ding Ning oder ein Zhang Jike, eine Chen Meng oder ein Wang ChuQin usu, usw, konnten nur so gut werden, weil sie extrem kreative Spieler sind oder auch "freigeistige" Spieler/innen, wie Du es nennst......Gerade bspw. Ding Ning und Zhang Yike waren Spieler, die ihre Stärke vor allem auch von ihrer extrem großen Inspiration und Individualität geschöpft haben. Darauf wird großer Wert gelegt. Der "Drill", wie Du es nennst, also das harte Training, wie ich es nenne, ist nur eine Grundbasis für die allgemeine Fitness. Diese würde aber niemals ausreichen, um ganz nach oben zu kommen. Dafür braucht es spielerische Talente, deren spielerische Individualität ausdrücklich gefördert wird...... Und da brauchst Du nicht glauben, dass diese hinter der eines Lebrun zurückstehen würde.......
Ich kenne bspw. das Trainingsprogramm von Qian TianYi, die derzeit gemeinsam mit Hina Hayata die beste Linkshänderin der Welt ist, und weiss, wie stark gerade ihre speziellen und sehr individuellen Stärken dabei gefördert werden und wie sie dabei auch sehr autonom damit umgeht...
Natürlich gibt es in China auch Unterschiede zu unserem System. So werden im Team-Verbund natürlich die einzelnen Stärken der Top-Spieler/innen auch viel besser genutzt und eingesetzt. Wenn beispielsweise zu einer WM oder Kontinentalmeisterschaft bei uns nur die teilnehmenden Spieler vor Ort sind, so reist bei diesen Events in China der komplette A-Kader mit an und dann werden die Stärken einer Zhang Rui, einer Fan SiQi, eines Xiang Peng oder eines Lin Shidong im Training natürlich perfekt genutzt, obwohl sie dort nicht teilnehmen. Dass eine Mima Ito die letzten etwa 30 Spiele gegen die Top-Chinesinnen verloren hat, hat auch etwas mit beispielsweise Zhang Rui oder Sun MingYang zu tun, die deren Spielweise im Training perfekt replizieren können.
Das ändert aber nichts daran, dass in der Hauptsache gerade die spielerische Individualität der Top-Spieler-/innen dort extrem gefördert wird....
Wären die chinesischen Topspieler nur jene "gezüchteten Ball-Roboter", als diese Du sie nun schon mehrfach bezeichnet hast, dann wären sie schon längst von der absoluten Weltspitze verschwunden....