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AW: Tischtennis tötet sich selbst - Probleme im Tischtennis
Ich glaube, dass solche Ansprüche an die Aktiven wie Gläserspülen (Beispiel alba), Haussammlung (bei uns im Verein) oder das ständige Bedrängen doch in der Mannschaft zu spielen (vermutlich fast überall) ein Teil des hier diskutierten Problems ausmacht.
Die Menschen kommen ja in den Verein, um (zum Beispiel) Tischtennis zu spielen. Als Gegenleistung erbringen sie den Mitgliedsbeitrag. Eine Zusicherung, nachts Gläser zu spülen oder von Haus zu Haus zu ziehen, um Spenden zu sammeln, haben sie nicht abgegeben. Je mehr wir das verlangen, und sei es nur durch häufiges Nachfragen und Gejammere bei negativer Antwort, um so weniger aktive Mitglieder werden wir langfristig bekommen. Denn das nervt die Menschen und schreckt sie ab.
Wir haben hier im ländlichen Gebiet zwei Sportvereine am Ort mit TT-Abteilung. Wir haben mehrere aktive Mannschaften, der andere Verein nicht. Dem anderen rennen viele Spieler die Bude ein, weil sie wissen, dort können sie einmal die Woche trainieren und niemand nervt sie mit der Frage, doch in der Mannschaft zu spielen.
Und es ist ja nicht so, dass das alles neu ist. Unser Verein hatte vor 50 Jahren ein eigenes kleines Volksfest am Dorf organisiert. Nach ein paar Jahren haben sie das dann wieder aufgegeben, weil es zu viel war. Heute muss man halt akzeptieren, dass etwa der Faschingsball nicht mehr zu stemmen ist oder die Haussammlung.
Ich bin mir sicher, Vereine, die sich aufs Kerngeschäft konzentrieren, werden auch weiterhin gut funktionieren.
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