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Alt 17.12.2004, 11:46
User 1878 User 1878 ist offline
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AW: max OFF auf Def-Holz

Da will ich doch auch noch unterstützend tätig werden :
Ich spiele normalerweise ein Re-Impact KKS 9 mit XTend 1,8mm ungeklebt und Superblock ox. Spielsystem: Störspiel am Tisch mit möglichst viel VH-Topspin, auf der RH im wesentlichen Stechblock und Druckschupf (was sonst ). Liga/Stärke: BZL Mitte 10-2, bis LL Mitte gehts noch ganz gut.
Je besser meine Gegner sind (primär Training/Turniere) desto schwieriger wird es mit dem Re-Impact deren Topspins auf der RH mehrfach kontrolliert zurückzuspielen. Auch wenn die RH meines Holzes katapultentkoppelt ist, reicht diese Entkoppelung gegen harte Topspins nur an wirklich guten Tagen aus. Sonst produziere ich recht viele "leichte" Fehler.
Nach dem letzten Punktspiel habe ich dann folgenden Schläger zusammengestellt:
Holz: Hallmark Combination (Abwehrholz mit "schnellerer" VH-Seite und "langsamerer" RH-Seite). Die Anführungszeichen sind bewusst gesetzt, da ich außer dem Einsatz unterschiedlicher Deckfurniere keine Unterschiede entdecke. Ich habe das Holz stark verkleinert. Der Anschlag ist weich.
RH: Scalpel schwarz ox.
VH: Xtend rot 1,8mm ungeklebt.
Der erste Eindruck ist sehr gut. Die "Schnittumkehr" auf der Noppenseite ist mindestens so gut wie die des Superblocks auf dem KKS 9. Der Druckschupf wie auch der Gegenschupf sind schön flach und schnell. Die Kontrolle ist aufgrund des langsamen Holzes sehr gut. Hinter dem Tisch (da bin ich nur zur Not) ist das Ganze erheblich besser als meine Standardkombi.
Auf der VH ist auffällig, dass der Topspin gegen Unterschnitt um ein vielfaches leichter ist als mit dem Re-Impact. Ich spiele auf meine grundsätzliche Spielstärke bezogen ohnehin am besten gegen Abwehr. Hiermit war es besonders nett.
Der Aufschlag hat deutlich mehr Schnitt. Im offenen Spiel (Konter/Block) ist der stärkere "Bogen" gewöhnungsbedürftig. Häufiger mal ging ein Gegentopspin oder Block über den Tisch. Den Schuß fand ich erheblich leichter.
Das Tempo auf der VH reicht dann, wenn ich wirklich sehr tischnah spiele (aber dort gehöre ich ohnehin hin) und den Ball möglichst früh nehme.

Fazit: Interessante Kombination, die ich weiter im Auge behalten werde, zumal das Gesamtgewicht des Schlägers (ob chronischer Handgelenksprobleme mein damaliger Hauptgrund für einen Wechsel auf ein Re-Impact) mit dem sehr leichten Holz (kleiner gesägt 63 Gr.) nicht höher ist als beim Re-Impact.

Die paar wirklich guten Störspieler, die ich kenne (RL-OL) spielen im übrigen allesamt Abwehrhölzer, je nach Noppe und Vorlieben hart (Shake Def., Stiga alt mit Carbon) oder weich (Chopper, Armstrong Level Def, Toni Hold, Yasaka Sweeper).
@ Holzbauer: Finde es im übrigen schade, dass solche Hölzer wie Chopper, Feedback, Stiga Def... nicht mehr gebaut werden (Andro Variant würde übrigens auch passen). Ich kann schon nachempfinden, dass der Trend in der Spitze eher zu härteren und schnelleren Def-Hölzern geht (Matsushita Pro) nur tiefer und gerade beim Spiel am Tisch sind gute traditionelle Abwehrhölzer m.E. nachwievor gefragt. Leicht und nicht zu groß müssen sie dabei für mich sein und dennoch ohne Balsa.

Gruß Tom
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