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AW: Favoriten bzw. Abstiegskanditaten in der BL 3
Für alle, die das Jahrhundertspiel Tüschnitz-EBS nicht live erlebt haben, ein kurzer Spielbericht: Vor Rekordkulisse lieferten sich beide Mannschaften einen offenen Schlagabtausch auf allerhöchstem sportlichem Niveau. EBS, die erstmals wieder in Bestbesetzung antraten, lagen nach den Doppeln mit 2:1 zurück. Der wieder mal alles überragende Tino Zasche wehrte im 5.Satz zwei Matchbälle ab und siegte nach einer furiosen Aufholjagd mit 12:10! Die nächsten drei Spiele gingen relativ klar an EBS. Nach einer Zaubervorstellung von Magic Raab, setzte Thomas Förtsch, nach 0:2 Satzrückstand, einige Passagen aus dem Bestseller "Die große Kunst der Noppenschule" in die Tat um und knackte die Nr.5 von EBS noch mit 14:12 im 5.Satz. Nach einem grandiosen Tino , verlor Ralf Förtsch etwas unglücklich knapp im 5.Satz. Armin Raab sorgte für die 7:5 Führung. Das Quentchen Glück, das Tüschnitz bisher auf seiner Seite hatte, wechselte nun die Fronten und besorgte EBS in drei hochdramatischen 5-Satz-Spielen( zwei davon in der Verlängerung) die 8:7 Führung. Das absolute Highlight des Abends, war ja nicht anders zu erwarten, das Schlussdoppel, nach 2:0 Satzführung für Tü gleicht EBS postwendend aus. Der 5.Satz war dann ein Wechselbad der Gefühle: EBS legt los wie die Feuerwehr und führt 7:3, 8:4 - Tino, Tino, Tino, 8:7 - EBS kontert auf 10:8 - der Außerirdische schlug wieder zu, Wahnsinnskonterschlag 10:9 - was dann geschah, weiß ich selbst nicht mehr genau, es machte nur noch Krach, Bumm, und die Tüschnitzer lagen sich plötzlich alle in den Armen.
Fazit: Ein Riesenkompliment an beide Mannschaften, die eine Werbung für den TT-Sport betreiben und das alles auf einer sportlich absolut fairen und sauberen Ebene, trotz der Brisanz dieses Spieles. Von den zahlreichen Netzbällen (selbst bei entscheidenden Punkten , z.B. 11:10 Tino im 5.Satz) wurde nicht ein einziger !!! irgendwie negativ interpretiert , weder von den Spielern noch von den Mannschaftskollegen. Auch bei den (sehr seltenen) zweifelhaften Schiedrichterentscheidungen wurde nie gemotzt und man konzentrierte sich umgehend wieder auf den nächsten Ballwechsel. Auch nach beendeten Spielen, wurde sich sportlich fair abgeklatscht (teilweise sogar umarmt) und nicht, wie im Bamberger Raum üblich, die Türe eingetreten. EBS hinterließ hier in Tüschnitz einen nicht nur aus sportlicher Sicht hervorragenden Eindruck und hat viele Sympathiepunkte gewonnen. Ihnen wäre der Aufstieg zu gönnen. Aber bitte erst in der nächsten Saison !
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