Zitat:
Zitat von Noppenzar
Das Hauptproblem von TT in Deutschland sah man diese Woche. Es ist WM, der größte Wettkampf den unsere Sportart zu bieten hat und außerhalb der "TT-Blase" findet das Ereignis faktisch in der deutschen Öffentlichkeit nicht statt.
Gleiches galt kurz vorher auch schon für die Schwimm-WM und Leichtathletik hat dasselbe Problem.
Ergo kann etwas, was von gefühlt 99,5% des Landes gar nicht wahrgenommen wird auch nicht begeistern.
Was könnte Abhilfe schaffen? MMn. nur eine konzentrierte Werbekampagne für den Vereinssport. Letztendlich Präsenz zeigen, aber dafür mangelt es dann wieder an Personal.
Wer nicht wirbt, der stirbt...
|
Ja. Es fehlt offensichtllich an einer professionellen Öffentlichkeitsarbeit vom Verband oder den Verbänden her.
Es gibt nur einen einzigen Tischtennisspieler in Deutschland, der wirklich außerhalb der "Blase" oder "Szene" einen gewissen Grad an Bekanntheit besitzt: Timo Boll. Wenigstens über den berichten die großen Medien ab und zu mal. Alle anderen Top-Spieler tauchen in der Öffentlichkeit praktisch gar nicht auf.
Wenn man in einer beliebigen Fußgängerzone in Deutschland Passanten befragen würde, ob die wissen, wer Ovtcharov, Dang Qui, Franziska oder Boll ist: ich gehe jede Wette ein, dass die meisen nur Boll kennen werden.
Zum Glück spielt er noch. Nur wer kommt danach?
Ein ähnliches Problem hat aber auch Tennis, obwohl die glaube 3-4x so viele Mitglieder haben in D.
Boris Becker und Steffi Graf haben seinerzeit einen riesigen Tennisboom ausgelöst, auch weil die großen Turniere noch im öffentlich-rechtlichen Fernsehen übertragen wurden. Vereine hatten großen Zulauf, jeder wollte Boris oder Steffi nacheifern.
Heute wird ein Zverev sicher auch einige Anhänger haben, aber auch dieser Sport ist zum großen Teil in Spartenkanälen verschwunden, und viele Turniere kann man dann nur nach Bezahlung ansehen. Heute: Tennisvereine, insbesondere kleine, haben mitunter deutlichen Mitgliederschwund oder lösen sich auf.