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Alt 29.02.2024, 17:18
maninblack maninblack ist offline
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AW: Tischtennis tötet sich selbst - Probleme im Tischtennis

Da Alba einmal bei uns in der Halle war und gesehen hat, dass wir etwas andere Wege eingeschlagen haben,

versuche ich nochmals den "größten Nachteil" von Tischtennis gegenüber anderen Sportarten aufzuzeigen, was eigentlich ein Vorteil sein könnte:

kann man von 8 bis > 80 selbst spielen, ohne "größeren Leistungsverlust" (Spielstärke).

Und genau deshalb fehlen uns Trainer und Funktionäre!

In anderen Sportarten, die ich betreibe, aktiv war oder unterstütze ist oft die Trainer und Betreuertätigkeit die einzige Option, nach der Aktiven Zeit (max. 40) nah am Sport dran zu sein.

Bsp.
In meinem Heimatort gibt es einen kleinen Verein, der im Judo und Jujutsu im Nachwuchsbereich europäische Spitz hervorbringt (Europameisterin und weitere TOP Platzierungen).

Der Besuch der Turnhalle ist jedesmal eine Freude, da im Jugendtraining 40 - 50 Kids ab 6 Jahren mit ehemaligen Aktiven trainieren (ein kontrolliertes Chaos).

Das hinter diesem Verein zahlreiche Personen sich einbringen, die die "Öffentlichkeit" nicht unbedingt wahrnimmt gehört auch auf den Tisch.

Alle sind mit "Leib und Seele" dabei, Wettkämpfe in Deutschland und Europa gehören zum Standard.

Oder derzeit in meinem ehemaligen Handballverein:

Alle außen herum Jammern, hier packen 3 Familien (Ehemalige) mit an, geben "den Takt" vor, haben mit zwei Schulen (Grund- und Gesamtschule) Kooperationen geschlossen und weitere ehemalige "dazu verdonnert" ihr Wissen und Zeit mit einzubringen. Klappt.

Zwei Bsp. das es funktionieren kann, wenn, ja wenn, man Personen gewinnt, die sich nicht zu schade sind auch mit den kleinsten Sport zu treiben oder auch Mal hinter der Kuchentheke zu stehen (Kuchen natürlich selbst gebacken und mitgebracht) oder in die "Verwaltung des Vereins" einzusteigen.


Um den Bogen zum TT zu spannen, eine dieser Schulen hat nun, zu den 4 Tischen seit April (Kreis) , drei weitere Tische bekommen (finanziert durch Landkreis nach längerem Telefonat).

Die AG läuft gut, Tische werden im Sportunterricht und in der Nachmittagsbetreuung genutzt, unser Nachbarverein hat Zulauf, ohne Neid.

Jeder der hier mitliest soll sich einmal Erinnern wie es in seiner Sportjugend abgelaufen ist.

Egal ob Platzhirsch Fußball oder Randsportart Badminton, die meisten Vereine haben derzeit Nachwuchssorgen, sieht man an den Mannschaftsmeldungen.


TT trifft es jetzt, da als ich 20+ wahr teilweise die "Alten" (damals alles über 40) immer noch aktiv sind, jedoch Jahr für Jahr weniger und in den 30 Jahren nicht annähernd soviele Nachwuchsteams gemeldet wurden, geschweige den in die Mannschaften integriert wurden - daher Umstieg auf 4er, ob der Rückgang dadurch gestoppt werden kann werden wir in 10 Jahren ,(Anzahl Spieler - Mannschaften - Vereine) sehen -
mMn. eher nein da nicht das Grundproblem angegangen wird, nur am Spielsystem gedreht wurde.

Aus 36 Vereinen in meinem Kreis, in den 80ern, sind derzeit noch 24 übrig - Tendenz fallend.
Fusionen gab es, Vereine sind trotzdem weg.

Erinnere mich an ein Punktspiel, mit anschließendem Besuch einer Gaststädte.
Als wir um 6⁰⁰ morgens aufgebrochen sind nach Schnitzel und ein paar kalten Getränken und Frühstück mit Spiegelei, war der Gastraum immer noch voll.

War zwar ein Ausrutscher aber Essen und Trinken (3 Halbzeit) war üblich.

So etwas wird es nie mehr geben, dass muss klar sein, aber es gibt Alternativen.


Da derzeit frischer Wind in die Pressearbeit kommt, durch eine "Unruheständlerin", wurde eine Ist Analyse durchgeführt, relativ einfach

Altersstruktur im Kreis
von 20 bis 30 - 31 - 40 usw.
männlich bzw. weiblich

Allein das Ergebnis zu sehen, obwohl mir seit Jahren bekannt, war für einige erschreckend.


Zur Nachwuchsgewinnung:
Die Aktion im HeTTV "Aufbruch" die mit nicht gelingen finanziellen Mitteln 6 "Pilotkreisen" (insgesamt 23) mit unterschiedlichen Aktionen unterstützt, muss nun ausgewertet und veröffentlicht werden.

Was hat wo funktioniert
und
was, wo warum nicht.

Es reicht nicht einen Tisch in einen großen Einkaufszentrum hinzustellen, dass Ober- und Regionalliga Spieler TT zeigen und dann kommen die Kinder in die Halle und stellen ernüchternd fest, so einfach ist es nicht!

Die eigentliche Arbeit fängt erst dann an und dafür braucht es Personen!


Nicht jeder eignet sich für die Tätigkeit als Trainer, Vorstand, Kassen- oder Materialwart, es gibt aber auch andere Aufgaben - nicht auf andere schauen und warten ob man angesprochen wird - fragen was kann ich tun kommt mir nur selten unter!


Zum Abschluss:

Ein Spruch meines ersten Seniorchef (ein Schlitzohr vor dem Herren) im Ing.-Büro an uns junge Ingenieure:

Zitat:
"Sie sollen Probleme analysieren und nicht aufzeigen was nicht geht, finden Sie Lösungen, die
- umsetzbar
- finanzierbar
und
- der AG (Stadt/Kommunen/Firmen) bauen kann.

Sie werden feststellen, dass es nur zusammen geht (interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Anwohnern, Kommunen, Verwaltungen und anderen Fachbereichen) und das der ein oder andere Kompromiss erforderlich ist um das Projekt zu ermöglichen".

Und genau so muss mMn. auch Vereinsarbeit laufen (leider wunschdenken).
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