ZITAT
Ich habe damals einen Vereinswechsler im Handballverein noch in Erinnerung, es war ein sehr guter Torwart und somit eine Schlüsselfigur. Die Hinterbliebenen waren iirc nur etwas überrascht/schockiert, sondern eher traurig. Ich glaube keiner (ich auch nicht) war ihm böse oder hatte ihm seinen Schritt nach oben übel genommen oder wäre nachtragend gewesen - also Gratulation zu seinem erfolgreich durchgezogenen Vereinswechsel

Man sah es sportlich, und er war ein beliebter Typ gewesen, also floss auch kein böses Blut. Ein Ersatztorwart war ja auch vorhanden. Soweit so gut. Mich hatte damals keiner nach meiner Meinung gefragt ... ich empfand seinen Vereinswechsel zum Rivalen-Verein eher schlecht/negativ/ungut/unnötig ehrgeizig

ZITATENDE
Das verstehe ich jetzt nicht ganz: Du schreibst, dass du ihm den Schritt nicht übel genommen hast und zwei Sätze später dass du den Vereinswechsel schlecht/unnötig/ehrgeizig fandest - was denn nun?
Kommunikation ist immer wichtig, der Betroffene kann aber nicht immer rumgehen und mit jedem persönlich diskutieren und seine Gründe darlegen. Ein Gespräch mit dem Trainer/MF und eine Mail/WhatsApp an alle sollte aber drin sein. Die Gründe selbst müssen ja nur für den Wechselnden schlüssig sein.
Ich habe 2020 den Verein gewechselt und bin noch Mitglied in meinem alten Verein, gehe dort auch noch zum Training und mache Feiern und interne Turniere mit. Da gibt*s kein Böses Blut, ich bin allerdings auch kein Schlüsselspieler.
Es ist wichtig dass die Erwartungen überein stimmen. Wenn jemand ehrgeizig ist, systematisch trainieren und aufsteigen will und der Rest der Mannschaft eine andere Einstellung hat, dann sollte derjenige wechseln, auch wenn es von den Leuten her sonst gut passt. Den Kontakt kann man ja trotzdem halten! Andernfalls wird man nur unzufrieden.
Bei einem Verein zu bleiben, wo die Erwartungshaltungen nicht zusammen passen halte ich für falsche Loyalität.