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. Zurück ins Crime & Thriller-Fach:
Ähnlich populär wie in Frankreich Kriminalkommissar
Jules Maigret ist in den USA seit Jahrzehnten
Privatdetektiv Philip Marlowe, der in verschiedenen Hollywoodfilmen von bekannten Charakterdarstellern (u.a.
Humphrey Bogart & Robert Mitchum) verkörpert wurde.
Erfunden hat die Romanfigur vor rund 90 Jahren der Genrespezialist
Raymond Chandler, neben
Dashiell Hammett der renommierteste Autor unter den frühen Vertretern der sogenannten
Hard Boiled-Schule.
Chandlers Schreibe ist zwar recht schnörkellos, aber durchaus nicht ohne Finessen. Deshalb sollte man seine Krimiklassiker bevorzugt in englischer Sprache lesen.
Vier der besten Marlowe-Stories aus den Jahren 1939-1943:
The Lady in the Lake ; Farewell My Lovely ; The High Window ; The Big Sleep. .
Einzeln erhältlich oder zusammen in einem soliden Sammelband, der in Zusammenarbeit mit den verschiedenen Rechteinhabern und Verlegern (
Wings Books/Random House/Alfred A. Knopf ) im Laufe der Jahre immer mal wieder neu aufgelegt wurde (ISBN: 0517060124).
...... Raymond Chandler - 4 Novels.jpg ......... Raymond Chandler - Four Novels.jpg
Zahlreiche deutsche Übersetzungen in unterschiedlicher Güte sind verfügbar, viele davon im
Schweizer Diogenes-Verlag veröffentlicht.
Sie werden dem Original jedoch selten gerecht.
Zwei hierzulande relativ prominente Namen, die in Fachkreisen einen zweifelhaften Ruf genießen:
Hans Wollschläger & Hellmuth Karasek.
Der zu Lebzeiten vielbeschäftigte Herr Wollschläger hat während seiner emsigen Übersetzertätigkeit über Dekaden übrigens nicht nur
Raymond Chandler verschandelt, sondern auch Werke von
Edgar Allan Poe und
James Joyce verhunzt.
Ein Link zu einem Spiegel-Artikel aus dem Jahr 1991, der einige anschauliche Beispiele für Wollschlägers Fehlleistungen im Umgang mit der Chandlerschen Prosa anführt:
...... https://www.spiegel.de/kultur/die-ha...0-000013487835
Eine noch ältere Übertragung ins Deutsche von Raymond Chandlers
The Lady in the Lake / Die Dame im See aus der Feder des Hochschulprofessors und Literaturkritikers
Hellmuth Karasek wurde bereits im Jahr 1986 in einer Ausgabe des Fachmagazins
Der Übersetzer gnadenlos zerpflückt.
.... Stichhaltige Beweise dazu im Link unten auf den Seiten 5-7:
...... https://zsue.de/wp-content/uploads/2...1986-01-02.pdf
...... http://www.beilharz.com/rc/verschandelt.html
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