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RATING = RANGLISTENSYSTEME
RANGLISTEN - RATING - LEISTUNGSKENNZIFFERN
Das Thema ist doch noch nicht abgeschlossen?!?. Trotzdem Leerlauf. Was ist los? (Sollen wir den folgenden Beitrag an den DTTB - und JOOLA schicken?)
1. Dank an Alle für die lehrreiche Diskussion vor allem aber an „Twister“ für seine ausgezeichnete Zusammenfassung der Debatte bis dahin.
2. Man kann sich am Klassifizierungssystem im Französischen Tischtennisverband, an die Verfahren in Schach (ELO und DWZ). Golf, Backgammon oder Tennis orientieren. Interessanterweise hat keiner bisher an die Computerrangliste des DTTB, der JOOLA-RANGLISTE gedacht (Beim Rating handelt es sich um das was wir gewöhn-lich Leistungslisten, Klassifizierung oder eben Rangliste nennen; man muss notfalls nur den Unterschied zu den Ranglistenturnieren beachten).
3. Die Vorteile des RATING = Ranglisten-Systems liegen auf der Hand. Sie sind gerechter vor allem aber universeller, umfassender. Ihre Aussagekraft bezieht sich auf die nachgewiesene Spielstärke aller Spieler, die in ihr erfasst sind. Das geht also über die Staffel, die Spielklasse, den Kreis, Bezirk oder Landesverband hinaus und stellt einen Vergleich mit allen anderen Spielern her. Natürlich bleibt auch dann die Rangliste eine Annäherung an die jeweils aktuelle Leistungsstärke. Die kann sich ja von Wettbewerb zu Wettbewerb ändern.
4. Ein solches Ranglistensystem kann das allgemeine Interesse an der Sport-ausübung gewaltig steigern. Jeder Golfspieler etwa kann nach jedem Wettbewerb (im Internet) nachprüfen, wie sich sein Handicap entwickelt hat. Alle seine Mitspieler (Konkurrenten) auch.
5. Die Anwendung auf die Mannschaftsaufstellung ist ebenso möglich wie auf die Setzung bei Turnieren und Meisterschaften oder für die Erstellung von Jahresranglisten, Halbjahresranglisten oder auch Monatsranglisten: sei es für den Verein, den Verband, für die Nationale oder die Weltrangliste.
(in Frankreich erscheint übrigens die Klassifizierung monatlich jeweils am 10. Für alle Spieler, auch für alle Schüler und Jugendlichen; sie kann dann für jeden und von je-dermann im Internet abgefragt werden. So kann jeder seine Entwicklung ständig verfolgen. Vor Beginn der Spielzeit und zur Halbserie erscheinen Halbjahresranglisten, die jeweils für die Aufstellungen und Setzungen maßgebend sind. Für die Mann-schaftsaufstellungen muss man sich natürlich nicht sklavisch an sie halten. Die jeweils zuständigen Stellen können immer noch die Kriterien festlegen, nach denen etwa umgestellt werden muss.
6. „Wie könnte man so ein System aufbauen?“
- Es muss ein und dasselbe Computerprogramm allen Ebenen zur Verfü-gung gestellt werden. Dieses Programm muss den Staffelleitern die Arbeit er-leichtern, die ja die große Masse der Eingaben zu machen haben, die dafür aber eine perfekte Grundlage für ihre Aufgaben erhalten: die Erstellung und Veröffent-lichen der Einzelbilanzen, der Tabellen usw.
- Die Eingaben der einzelnen Stellen müssen problemlos an die höheren, tieferen oder anderen (für die Erfassung der Turniere und Meisterschaften) Stellen übergeben und übertragen werden können, damit die ganze Arbeit, die ja von den Staffelleitern meist jetzt schon gemacht werden muss, auch leist-bar ist. Dass alle Staffelleiter in Zukunft den PC brauchen, dürfte kein größeres Problem sein.
- Das Programm darf für all die einzelnen Stellen keine extra Kosten verur-sachen
- Das Programm sollte, wie in Frankreich, die Ausgabe für alle Spieler, nur für Deut-sche Spieler (solche die bei den Einzelmeisterschaften startberechtigt sind) und nur für ausländische Spieler ermöglichen. Außerdem wäre es interessant, wenn eine getrennte Ausgabe für die Ergebnisse nur aus den Mannschaftsspielen bzw. die Ergebnisse nur aus den Einzelwettbewerben möglich wäre. (In der JOOLA-Rangliste haben offenbar Spieler die nur Mannschaft spielen, Vorteile gegenüber solchen, die auch an Ranglistenturniere und Meisterschaften, dort aber nur mitt-leren oder geringeren Erfolg haben.
- Die Turnierveranstalter dürften ihr Turnier nur dann genehmigt bekommen, wenn sie die Ergebnisse innerhalb einer bestimmten Frist vollständig zur Verfügung stellen oder selbst in das System eingeben.
- Alle Ebenen (Kreise, Bezirke, Landes- Regionalverbände und der Bund) müssten am Ende mitmachen oder zum Mitmachen verpflichtet werden.
7. Ein entscheidendes Problem ist zur Zeit, dass JOOLA als der Rechteinhaber am Programm der JOOLA-Rangliste nicht bereit ist, dieses ohne größere Ge-genleistungen zur Verfügung zu stellen, obwohl der Werbewert als Titelsponsor wertvoll genug sein müsste. Bekanntlich ist die JOOLA-Rangliste bei den Spielern sehr begehrt und sie wäre es noch viel mehr, wenn sie auf allen Ebenen zum Zuge käme. Zur Zeit werden ja die Ergebnisse unterhalb der Regionalligen bzw. der Meisterschaf-ten und Ranglistenturniere der Landesverbände nicht erfasst, auch nicht die sonstigen Turniere und auch nicht die Ergebnisse der Jugendklassen. Gedacht ist zur Zeit im-merhin an die Erfassung der Einzelergebnisse der.
Freilich entstehen durch die Anpassung des Systems an die Voraussetzungen der E-benen unterhalb der Regionalligen auch Aufwendungen. Andererseits würde die Ein-gabe der großen Masse der Ergebnisse JOOLA nicht mehr zur Last fallen. (Zur Zeit werden die Ergebnisse von JOOLA eingegeben).
8. Für den Berliner Verband habe ich als Sportwart vor einem Jahr versucht, die JOOLA-Rangliste für Berlin, einschließlich der einschlägigen Oberligen einzuführen. Leider haben wir die entsprechenden Rechte von JOOLA nicht zu annehmbaren Bedingungen erhalten. (Gefordert wurde mehr zusätzliche Werbung als DONIC, als dem Haupt-sponsor des Verbandes eingeräumt sind).
9. Vielleicht wäre Frankreich ja bereit, sein Programm zur Verfügung zu stel-len!? Aber zwei verschiedene Systeme, das wäre schlecht. Außerdem müsste natürlich dieses ganze System von einem Programmiere zuerst angepasst werden, wie ja auch für JOOLA Anpassungen nötig wären.
10. Vielleicht verhandelt ja der DTTB mal mit Frankreich über ein gemeinsames System als Keimzelle für ein europaweites Ranking.
11. Ja mein lieber TWISTER (heißt ja wohl Gauner): „man kann versuchsweise in Ber-lin anfangen und andere begeistern, so dass vielleicht immer mehr dazu kom-men“, so dass weitere Landesverbände, der Bund und Europa mitmachen. Das könnte man in der Tat so machen und müsste dabei sich auch nicht gleich alle Wünsche er-füllen, die oben unter Punkt 6 aufgelistet sind.
12. Da hatte unser (Grenz) Überflieger „ALBATROS“ schon gleich das Richtige erkannt:
„Da habt Ihr Euch ja in ein mächtig komplexes Thema gestürzt!“
(Übrigens habe ich mir die einschlägigen französischen Bestimmungen heruntergela-den. Vielleicht komme ich dazu, sie mal zu übersetzen, würde das jemanden interes-sierern?)
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Hermann
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