Zitat von Noppenzar
Brazzo habe ich gelobt und da stehe ich auch zu. Man kann auf ihm rumhacken, aber er war derjenige, der im Grunde den damals von Kalle eingeschlagenen Transferkurs, nach Leistung und nicht "jung, deutsch, Nationalspieler", wiedergebracht hat, nachdem Uli die Uhr da zurückgedreht hatte.
Brazzo hatte immer die absolute Spitze auf dem Zettel und so schlecht hat er nicht eingekauft. Er wollte Rodri, Haaland, Bellingham.
Das Problem war Kahn und dessen Vorstellung einen Fussballverein wie einen gewinnorientierten Daxkonzern zu führen.
Letztendlich hat Brazzo auch Kane vorbereitet und war an Rice dran.
Im Grunde deckten sich seine Transfervorstellungen ziemlich mit dem was Tuchel wollte.
Dazu hat er im Zwist mit Flick verhindert, dass in München Leute wie Raum, Klostermann usw. aufschlagen.
Ich bin mir sicher, dass sich noch sehr viele Kritiker wundern werden, wenn Brazzo woanders anfängt und dort Erfolg haben wird.
Dass er für seine "Megaverträge" mit einigen Spielern kritisiert wird, wundert mich auch. Die gesammelte Öffentlichkeit wollte doch, dass bestimmte Spieler bleiben. Die wollen aber auch entsprechend bezahlt werden, sonst sind sie weg.
Das ist beim FC Bayern nicht anders als in der Tischtennis Oberliga oder Handball Verbandsliga.
Dazu kommt noch, man vergisst das schnell, dass seine "Fehlkäufe" beim Verkauf auch wieder ordentlich Kohle in die Kasse gespült haben und, egal wer im Sommer geht, das auch weiterhin tun werden.
Dass der Verein auf die "Gen 95" gesetzt hat und nicht auf seine internationalen Spieler, die er im Auge hatte, das kam von Uli und Kahn.
Selbst Brazzos Fehlschlag mit Hudson-Odoi hat uns letztendlich Musiala beschert.
Gescheitert ist er dann an seiner Naivität und Ehrlichkeit. Im Grunde ähnlich wie Tuchel und bei ihm sprechen wir mal in 3 Jahren, da wird man ihm danken alte Krusten aufgebrochen zu haben.
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