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Zitat von mithardemb
Der Fehlerquotient der die Anzahl der Fehler in Bezug zur Textlänge setzt, macht nur beim Aufsatz Sinn.
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Wenn der Korrektor von Deutsch-Aufsätzen Wortschreibungen, Zeichensetzungen oder die Grammatik (bei der Unterscheidung von „dass“ und „das“ beispielsweise) oft korrigieren muss, ehe er die Inhalte von Sätzen erfasst, wird der Aufsatz in der Regel nicht mehr mit der Note „gut“ oder besser bewertet. Oftmals sind diese Aufsätze auch inhaltlich auf keinem hohen Niveau.
Wobei es Ausnahmen von der Regel gibt. Ein Schüler mit einer Lese-Rechtschreibschwäche, der wegen dieser Schwäche nicht in der Lage ist, durchgehend einfachste Wörter richtig zu schreiben, aber stilistisch-gewandt formuliert und seine Gedanken in klar strukturierten, zusammenhängenden Sätzen darlegt, wird, falls nur die Rechtschreibfehlersummen hoch sind, auch noch mit gut bewertet werden.
Bei „sehr guten“ Aufsätzen muss dann aber letztlich alles zusammenkommen: sprachliche Sicherheit, stilistische Gewandtheit, präzise Darlegung von Inhalten, vielschichtige und argumentativ überzeugende Erörterungen oder Interpretationen in Bezug zu der gestellten Aufgabe, klare Aufsatzstruktur u.a.