Zitat:
Zitat von Tom19
Wenn man nur mit Turnierlizenz versichert sein sollte, wären alle Unfälle in der Vergangenheit durch die Versicherung auch nicht gedeckt gewesen. - Warum haben diese dann die Kosten stehts übernommen?
Wen man ohne Turnierlizenz nicht versichert wäre, würde das auch für alle anderen (Einzel)Sportarten gelten, bei denen man sich selbst anmeldet.
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Wenn ich die Problematik richtig verstehe, ist das Versicherungsthema weniger eines, das den Teilnehmer betrifft, als den Veranstalter.
Wenn sich ein Teilnehmer verletzt, wurden in der Vergangenheit und werden auf in Zukunft die Behandlungskosten von der Krankenversicherung übernommen. Fraglich ist halt aber, ob diese dann jemanden finden können, dem sie Fahrlässigkeit vorwerfen können. Wenn zB ein Deckeleinsatz im Boden locker ist, jemand reintritt und sich dabei die Bänder reißt, stellt sich schon die Frage, ob das normales Verletzungsrisiko ist oder sich die Krankenversicherung bei einer Unfallversicherung schadlos halten will. Analog werden ja Arbeitsunfälle im ersten Moment auch von der Krankenversicherung bezahlt, diese lassen sich nach Möglichkeit die Kosten aber dann von der zuständigen Berufsgenossenschaft als Versicherung erstatten. Und wenn da ein Arbeitgeber es schafft, durch Schlamperei bei der Anmeldung keine vorweisen zu können, hat er unter Umständen große Probleme mit der Krankenversicherung und geht persönlich in die Haftung.
Ich kenne keinen Fall, in dem das im Sportumfeld mal so eingetreten ist, wohl aber im beruflichen Umfeld (gottseidank nicht in meinem).
Ändert aber nichts daran, dass die Argumentation für die Turnierlizenz in meinen Augen nur vorgeschoben ist und keineswegs den Aufwand rechtfertigt, da hätte man sicher auch pragmatischere Lösungen finden können.