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Alt 18.04.2024, 17:53
Thorsten Kleinert Thorsten Kleinert ist offline
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AW: ITTF World Cup 2024 (15.04 - 21.04.2024, Macao, CHN)

Zitat:
Zitat von Wolf11 Beitrag anzeigen
Was ebenfalls bei diesem World-Cup nicht gut gelöst wurde, ist die fast schon "inflationäre" Teilnahme der Sportler aus Kontinenten wie Australien, Afrika, Amerika aufgrund einzig ihrer kontinentalen Ergebnisse. Dies führte dazu, dass es speziell am ersten Tag, als die jeweiligen Nr.1 gegen die Nr. 3 antraten, fast nur extrem einseitige und langweilige Spiele gab, wo man von vornherein das 4:0 Endergebnis wusste, weil hier die Leistungsunterschiede einfach zu groß waren.

ITTF und WTT müssen endlich damit aufhören, durch die viel zu hohe Bewertung der dortigen Kontinental-Meisterschaften für diese Sportler-/innen völlig absurde Weltranglistenpositionen erscheinen zu lassen, nur um einen Proporz zu wahren, mit dem niemandem geholfen ist, weder den Sportlern selbst, noch den Zuschauern, noch der sportlichen Integrität eines solchen Wettbewerbes.

So steht beispielsweise eine Sportlerin wie Jocelyn Lum aus Neuseeland auf Platz 109 der WRL, obwohl sie von ihrer Spielstärke sicherlich nicht zu den besten 2000 Tischtennisspielerinnen dieser Welt gehört.
So passiert es dann, wie hier in Macao geschehen, dass diese Sportlerin zweimal in Folge ein 0:11 gegen Miu Hirano hinnehmen muss. Damit ist keinem auch nur im Ansatz geholfen. Weder den Zuschauern, die hier zwischen einem Gefühl zwischen Mitleid und Langeweile zurückgelassen werden, weder einer Sportlerin wie Miu Hirano, die hier an Sympathien verliert, nur weil sie halt das spielt, was sie kann und vor allem nicht der sympathischen, aber bedauernswerten neuseelandischen Sportlerin, die hier einfach völlig überfordert ist und einem dann nur noch leid tun kann.

Wie es besser geht, hat der alte World Cup selbst vorgemacht. Damals haben nämlich die besten Spieler-/innen aus Australien, Afrika, Amerika (abzüglich den ganz wenigen, die in der WRL hoch stehen wie bspw. Diaz, Calderano, Meshref, Aruna) eine Vor-Qualifikation spielen müssen, wo dann die beiden besten sich für das Hauptfeld qualifizierten.

Dies wäre auch im Sinne der betreffenden Sportler-/innen selbst, die dann nicht wie ein Opferlamm an der TT-Platte vorgeführt werden würden, sondern die sich dann zunächst in Spielen auf Augenhöhe beweisen könnten, wonach dann die besten aus ihren Reihen dann auch gegen die ganz großen Stars aus Asien antreten könnten.
Absolut treffend analysiert
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T.K. also known as pingpongpapst
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