Zitat:
Zitat von Wolf11
Kann man so sehen, aber ich sehe es etwas anders.
Es stand zu diesem Zeitpunkt 5:3 im 7.Satz
Ein absichtlicher Fehler hätte das Ergebnis auf 6:4 gestellt, was dann natürlich bei diesem Spielstand immer zu Lasten des Zurückliegenden geht, in diesem Falle also zu Lasten von ManYu, obwohl sie ja nichts falsch gemacht hat und es ja keinesfalls klar war, dass der Ball die Kante noch berührt hat
ManYu bot eine Wiederholung an, was den Spielstand bei 5:3 belassen hätte und was sicherlich am gerechtesten gewesen wäre
Außerdem ist das in solch einer hochemotionalen Situation (Finale, 7.Satz, riesige Anspannung kurz vor Schluss) immer sehr schwierig zu beurteilen.
Wie war das damals bei Samsonov ? Ich hab das jetzt leider gerade nicht mehr auf dem Schirm. War das auch im letzten entscheidenden Satz eines großen Finales ? Lag er da auch kurz vor Spielende mit 2 Punkten zurück ?
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Es geht da denke ich nicht um eine konkrete Situation, sondern um "Fair Play" allgemein. Wenn es bei 5:3 einen strittigen Ball gibt (eine Wiederholung ist regeltechnisch ja nicht möglich) gibt der/die Bevorteilte den nächsten Punkt extra ab. Ein Samsonov als sehr fairer Spieler hätte in einer solchen Situation den nächsten Punkt extra abgeschenkt und es wäre halt bei 4:6 statt 3:5 weitergegangen (kein großer Unterschied und für faire Sportsmänner/frauen kein Hinderungsgrund!).
Vergleichbares gibt es oft dort zu sehen, wo ein "richtiger" Schiedsrichter zählt und keine Wiederholung zulässt (auf anderer Ebene macht man halt Wiederholung).
Einen strittigen Punkt einfach "mitzunehmen" ist dagegen natürlich regeltechnisch korrekt, aber in Sachen "Fair Play" natürlich keine Glanzleistung. Muss natürlich jede(r) für sich selbst entscheiden. Jede(r) hier kennt als Aktive(r) ja auch solche und solche Gegner(innen). Manchmal gibt es aber auch "Karma" bzw. man "sieht sich zweimal im Leben".