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Zitat von Noppenzar
1) politische Diskussionen gehören nicht in den Sport. Auch nicht in Kunst, Film und Musik.
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Politische Diskussionen will eigentlich keiner, wenn es um Sport gehen sollte. Der Sport wird aber von der Politik nun mal instrumentalisiert. Du kannst auch Sportler nicht verbieten, sich politisch zu äußern und Sport als Teil der Gesellschaft wird auch von Fans dazu genutzt, Weltanschauungen zu repräsentieren. Das wollen echte Sportfans nicht. Ist aber so. Ich hoffe auf eine EM, in der wenig über Politik in den sozialen Medien diskutiert wird.
Alle großen Dramatiker haben politische Dramen verfasst: So Sophokles mit "König Ödipus", Shakespeare mit "Richard III" oder Schiller mit "Wilhelm Tell". Erst vor wenigen Tagen habe ich eine Inszenierung zu "Richard III" in Düsseldorf anschauen dürfen. In Russland wäre dieses Stück so nicht inszeniert worden, weil jeder in der Hauptfigur zwangsläufig Putins Korruption und Tyrannei sehen muss. Das Publikum in Düsseldorf war begeistert von dem Spiel.
Bewirkt diese Kunst etwas politisch? Gewiss relativ wenig. Sie ist aber Bestandteil einer liberalen Gesellschaft - und dort, wo sie verboten wird oder Künstler politisch instrumentalisiert werden, sind die Menschen nicht frei. Es spricht nicht für eine liberale Gesellschaft, wenn in ihr Kunst nicht auch politisch ist.