Zitat:
Zitat von Petar
Ich habe es verstanden.
Jeder, der in Deutschland mind. 6.000 Euro besitzt ist eigentlich ein Millionär.
(Natürlich nur wenn man es in jap. Yen rechnet)
Aktuell 1 Euro = 169,92 Yen
Also 6.000 Euro = 1.019.520 Yen
Es war ein Scherz. Aber die Rechnung stimmt!
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Absolut die Rechnung stimmt und du hast natürlich Recht. Ein Yen Millionär ist kein Euro Millionär.
Du hast auch das Beispiel sehr gut gewählt, denn die Nullpunkte für Yen und Euro liegen zusammen. Wer 0 Yen, der hat auch in Euro umgerechnet nichts.
Wer sein Vermögen verdoppelt, verdoppelt es egal wie er rechnet auch in Yen, Euro, Dollar, Yuan, Pesos, etc. Man kann also einen prozentualen Vergleich in jeder Währung anstellen.
Wie du aber sicherlich selbst weist, ist das bei der Temperatur nicht der Fall. Du wurdest ja nun auch schon von vielen Seite darauf hingewiesen, dass ein prozentualer Vergleich der Temperatur von Messpunkten in der Celsius Skala unsinnig ist. Das beste Beispiel fand ich das mit -10°C. Nach deinem Modell wären also -20°C doppelt so warm. Du siehst also die Diskrepanz zwischen Realität (-20°C ist kälter als -10°C) und deinem unterstellten Modell. Was kannst du daraus lernen? Nicht jede mathematisch mögliche Lösung für Zahlen, kannst du auf ein entsprechendes Modell übertragen.
Ein wenig abstrakter gesprochen ist das Verhältnis zwischen Währungen
proportional. Das bedeutet also der Quotient ist in zwischen den Bezugsgrößen konstant. Wenn du die eine Größe mit einem Faktor multiplizierst, dann ist das auch bei der anderen der Fall. Anschaulich gesprochen kannst du das auf einem kartesischen Koordinatensystem als durch den Ursprung laufende Gerade abtragen
Bei den verschiedenen Temperaturskalen dagegen handelt es sich um ein
lineares Verhältnis zwischen der Kelvin und der Celsius Skala. Auf dem kartesischen Koordinatensystem ergibt sich damit für die Größen weiterhin eine Gerade, die läuft aber nicht mehr durch den Ursprung.
Nachdem wir das geklärt haben, kommt natürlich noch die Frage, weshalb ist die Kelvinskala die "richtige" und nicht die Celsiusskala. Das kommt daher, weil man im Laufe der Entdeckung der Gesetze der Thermodynamik erkannt hat, dass Temperatur mit der Teilchenbewegung zu tun hat und es dafür einen absoluten Nullpunkt (= keine Bewegung) gibt.
Was kannst du also aus dem ganzen lernen (bzw. solltest du schon gelernt haben):
- Temperatur kannst du in verschiedenen Einheiten messen (wie Celsius, Kelvin, Fahrenheit etc).
- Diese Einheiten erlauben einen Vergleich zwischen Temperaturpunkten (und zwischen Differenzen von Temperaturpunkten). 2°C > 1°C. 3°C ist 1°C mehr als 2°C.
- Nur proportionale Skalen (wie die Kelvinskala) erlauben sinnvolle Aussagen über prozentuale Veränderungen. (wie z.B. unsere 2%).
Du findest das ganze auch z.B. auf Wikipedia unter:
https://de.wikipedia.org/wiki/Grad_C...raturdifferenz
Zitat:
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Für Vielfache und Quotienten sind Angaben in Grad Celsius nicht sinnvoll
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