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Alt 23.06.2024, 15:40
Alisko Alisko ist offline
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AW: TIBHAR Hybrid MK, Hybrid MK PRO und Hybrid MK FX

So hier der versprochene Test zum MK FX.

Getestet haben ich und mein Trainer Kollege. Beide eine B-Lizenz. Mein Kumpel ca. 1900 TTR.

Wir haben ebenfalls 3 Jugendliche testen lassen mit 1200, 1500 und 1800 TTR.
Test-Hölzer waren das Clipper und Timo Boll ALC (ich).
Primorac (Japan) und Mizutani ZLC (mein Kumpel).
Primorac (1200er), Korbel (1500er) und Timo Boll ALC (1800er).
Die Beläge waren in Max. Man musste teilweise umkleben, was die Kleberschichten erhöht hat aber ich denke, man kann zumindest grob eine ehrliche (natürlich subjektive) Analyse abgeben.

Alle Beläge waren in schwarz und hatten ein geschnittenes Gewicht zwischen 45 bis 48 Gramm. Wir haben auf das Korbel geschnitten.

Ich schreibe hier meine Eindrücke und habe gebeten, dass die anderen mir ebenfalls ihr Feedback für dieses Forum zukommen lassen, welches ich fast 1 zu 1 hier reinschreiben werde. Ich hoffe das verstößt nicht gegen irgendwelche Richtlinien. Wenn ja, löscht es natürlich raus.

Mein Eindruck:
Ich denke der Belag lässt sich in 3 Worten perfekt zusammenfassen:
-Kontrolle
-Fehlerverzeihend
-Platzierung

Ich muss glaube wirklich zugeben, noch nie einen kontrollierteren Belag, in diesem Härtebereich, gespielt zu haben. Der geringe Eigenkatapult gepaart mit der fehlerverzeihenden Wirkung machte ein Rückschlagspiel sehr sicher und einfach.
Punkte erspielte man sich eher über mehrere Bälle und gute Platzierung da auf Grund der Auslegung des Belages die eigene Spin- und Tempoproduktion doch etwas limitiert war. Er war absolut nicht spinanfällig!

Für mich war der Belag nichts. Wie bei einem MX-P 50 habe ich aber auch keine Probleme anzumerken, dass ich sicher nicht die Zielgruppe dieses Belages bin. Er war mir zu langsam, zu ungiftig, zu wenig Spin.

Für wen sehe ich diesen Belag?
Spieler die sich Kontrolle und Sicherheit wünschen! Einsteiger zum Beispiel. Oft werden Klassiker empfohlen, die einfach nicht mehr zeitgemäß sind. Der MK FX füllt diese Lücke sehr gut.

UND: Für Jugendspieler oder Spieler eher unterer Klassen vor allem auf der schlechteren Seite. Die Sicherheit ist enorm.

Trainerkollege
Der Belag muss ab einem gewissen Niveau auf jeden Fall mit einem schnellen Holz gespielt werden. Langsame Vollhölzer wie das Primo reichen einfach nicht aus, um hier auf Tempo zu kommen.
Auch für die Jugend empfehle ich hier schnellere Hölzer. Gerade die jungen sind durch Körper und Muskulatur oft limitiert was die Athletik und Schlaghärte angeht.
Mit einem langsamen Holz wird das schlichtweg zu ungefährlich.
Ich kann mir den Belag auf meinem Mizu auf der Rückhand vorstellen. Sichere, gut platzierte Aufschlag-Abnahme, vielleicht auch ein guter Block und dann direkt mit meiner Vorhand Bombe übernehmen. Hier wäre der MK FX allerdings unbrauchbar, da zu schwammig und langsam. Ehrlicherweise, fand ich für das schnelle Spiel die komplette MK Reihe nicht gut.

1200er, 10 Jahre alt
Ich fand in gut auf der Rückhand. Konnte oft blocken und die Seiten wechseln. Kam aber nicht so gut zum Topspin. Da fehlt mir der Sprung vom Schläger. (Anmerkung von mir: Meint Vermutlich den Katapult, der Junge hat noch nicht den schnellen Armzug).

1500er, 16 Jahre
Rückhand am Tisch war geil. Wie eine Wand. Auf den Körper spielen, umspringen und Vorhand Topspin Jagd starten.
Von hinten ist der Belag nichts. Weg vom Tisch bekomme ich kein Tempo rein und muss ultra reinballern, dass er überhaupt auf den Tisch geht. Dann meisten aber halt zu harmlos.

1800er, 17 Jahre
Vor paar Jahren wäre der Belag top gewesen. Jetzt viel zu harmlos. Ich gehe nicht über 5-6 Bälle sonder will schnell den Punkt machen. Schaff ich mit dem MK FX nicht. Zu wenig Spin, keine Länge, zu langsam. Für die kleinen aber sicher gut.

Fazit
Wir sind uns wirklich unschlüssig was wir machen. Der MK FX wäre ein super Belag für die Jugend. Auch absolute Anfänger. Allerdings müssten wir hier unsere Philosophie ändern.
Wir ermuntern die Kinder oft sehr lange das gleiche Holz zu spielen und über die Beläge zu steuern.
Würden wir den MK FX empfehlen müssten wir deutlich öfter und schneller über das Holz nachsteuern.
Ich weiß, dass zum Beispiel Werner Schlager genau diese Strategie empfiehlt.
Vielleicht sind wir da auch etwas arrogant, aber wir sehen das anders. Das Holz ist die Seele und deutlich schwieriger umzustellen als Beläge.
Ein weiteres Problem ist, dass ab einer gewissen Spielstärke die meisten dennoch den Belag wechseln müssten, da er ihnen schlicht zu harmlos wäre. Dann hat man wieder beide Baustellen aufgemacht.
Ich finde auch, dass das Spielgefühl von MK FX zum normalen MK so unterschiedlich ist, dass auch hier ein Übergang nicht soooo einfach ist. Den MK Pro lasse ich hier bewusst weg, den sehe ich als zu anspruchsvoll für die Jugend.

Joa schwierige Entscheidung
Geiler Belag für die Jugend, aber wir müssten unsere Philosophie ändern.
Könnt ja mal schreiben was ihr so meint

Geändert von Alisko (23.06.2024 um 18:28 Uhr)
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