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Zitat von TTamSee
Ein vernünftiges Konzept müsste hierbei mit Spielern, Ausrichtern und Bezirken (und eins höher den Verbänden) ausgearbeitet werden! Es erweckt momentan eher den Eindruck, dass das von einigen Parteien (u.a. auch den Spielern selbst) nicht gewünscht ist, sondern lieber öffentlich auf das jetzige draufgehauen wird - teils auch zurecht.
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Design by committee? Stakeholder value? Hab grad leider keine Karten für's Buzzword-Bingo zur Hand...
Warum das ganze nicht wie in der freien Wirtschaft handhaben?
Guten Entwurf/gute Idee (vor mir aus über Kickstarter o.ä. finanzieren oder nen Ideenwettbewerb machen, der ausdrücklich unterschiedliche Alters- und andere Gruppen anspricht) oder einfach ein gutes Produkt anbieten und die Kunden entscheiden lassen, ob sie es annehmen? Ja, dass könnte schiefgehen, würde aber dann vielleicht zu einem Umdenken der Verantwortlichen führen, wenn es schiefgeht. So wie es jetzt gehandhabt wird, ist es nicht nur für die Verantwortlichen ohne jegliches Risiko, sondern sie nutzen auch noch die seit Jahrzehnten (Turniere) oder Jahren (Races/Cups) etablierten Strukturen/Gemeinschaften mit der Zwangslizenz aus. Zumindest drängt sich dieser Eindruck ein wenig auf.
Zitat:
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Bei 10€ im Jahr macht das 0,83 € pro Monat. Davon wird der DTTB nicht alles an die myTT abgeben. Zudem gibt es ja die Versicherung, die abgeschlossen wurde (ob sinnig oder unsinnig sein mal dahingestellt, gezahlt werden muss sie ja), die Entwicklungs- und Betreibungskosten, die Gimmicks, etc. Da sind 0,83 € pro Spieler und Monat am Ende nicht mehr so viel. Oder übersehe ich hier jetzt etwas?
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Mir - und vermutlich vielen anderen - geht's nicht um die 0,83€ pro Monat, wenn es denn eine entsprechende Gegenleistung geben würde/wird. Sieht man sich aber an wie gut das bisher läuft (myTT/clickTT), dann kann man durchaus erstmal annehmen, dass so eine Turnierwelt auf ähnlichem Niveau sein wird wie die bisherigen Bemühungen.
Beispiel (hier Datenschutz): Alles abgelehnt und was macht myTT trotzdem? Natürlich erstmal div. Anfragen an googlesyndication.com, bei xplosion.de (emetriq), bei doubleclick.net, conative.network (Define Media), googleapis.com, quantserve.com, pubmatic.com, adnami.io, amazon-adsystem.com etc. raushauen.
Das ist definitiv unzulässig.
Über Geschmack lässt sich zwar nicht streiten, aber das Design der Seite könnte vermutlich ChatGPT besser und kostenlos machen.
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Thema Versicherung: haben wir hier denn juristische Fachkräfte mit Schwerpunkt Versicherungsrecht? Wenn das so ist, würde mich eine Darstellung aller Fakten interessieren um daraus dann eine Meinung bilden zu können. Gefährliches Halbwissen und populistische Aussagen wie sie hier im Forum teils vorkommen, werden mich nicht überzeugen, sodass ich diesen Punkt schlichtweg unbewertet lassen (muss).
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Dann eben nochmal:
https://www.arag.de/medien/pdf/bedin...kblatt_nrw.pdf bzw.
https://www.arag.de/vereinsversicher...tversicherung/
Das ist nur das Merkblatt, zwar auch etwas Juristendeutsch, aber noch lesbares. Rauslesen könnte man da, dass Vereinsmitglieder nur dann bei Turnieren o.ä. versichert sind (zumindest außerhalb NRWs bzw. des entsprechenden LSBs), wenn der Verein sie meldet. Melden sich die Teilnehmenden selbst an, dann könnte kein Versicherungsschutz bestehen.
Eigentlich reichen ein paar Fragen...
1. War der (nicht) bestehende Versicherungsschutz in den letzten Jahrzehnten irgendwo auch nur ein einziges Mal ein Problem?
2. Warum sind die FAQs uneindeutig? "Muss ich Mitglied in einem Tischtennisverein sein, um eine Turnier- oder Veranstaltungslizenz zu erwerben und an einem Turnier teilzunehmen? Du musst Mitglied in einem Tischtennisverein sein und eine Spielberechtigung für den Mannschaftsspielbetrieb besitzen (SBNM, SBEM, SBSM)."
und ganz am Ende
"Wie können ausländische Spieler eine Turnierlizenz beantragen? Ausländische Spieler benötigen ebenso zur Teilnahme an beinahe allen Turnieren in Deutschland ab 01.07.2024 eine Turnierlizenz. Voraussetzung zur Beantragung einer Turnierlizenz ist, dass der Spieler in der click-TT Datenbank angelegt sein muss und ein eigenes myTischtennis Konto besitzt." (letzteres geht, wir sind schließlich in DE, "...nur in den Geschäftszeiten des DTTB Montag-Freitag von 09:00-16:00 Uhr... Kurzfristige Anlegungen am Wochenende und an Feiertagen sind in der Regel nicht möglich.").
Entweder sind deutsche TT-SpielerInnen ohne SB benachteiligt gegenüber ausländischen SpielerInnen ohne SB oder gilt das auch für Deutsche, die nicht in einem Verein sind?
https://www.tischtennis.de/turnierli...ler-innen.html
3. Ohne Versicherung gilt wie sonst auch §823 BGB: Jede/r haftet für die von ihr/ihm fahrlässig oder vorsätzlich verursachten Schäden. Bei Vorsatz zahlen die Versicherungen eh nicht bzw. holen sich das vom Verursacher zurück (im Allgemeinen).
4. Warum können die heute, am 28.6.2024, immer noch nicht die tatsächlichen Versicherungsbedingungen der Turnierlizenz nennen, sondern verweisen auf die Versicherungsbedingungen/das Merkblatt des bayrischen Landessportverbands (
https://www.tischtennis.de/turnierli...sicherung.html ->
https://www.tischtennis.de/fileadmin...blatt_blsv.pdf) mit Stand vom 1.3.2022, welches die vermeintlichen Versicherungslücken enthält und auch nur für die Mitglieder bzw. Vereine und Vereinsmitglieder im BLSV gilt?
Gerne berichtigen falls die Versicherungsbedingungen noch nach Bestellung der Lizenz, obwohl sie eigentlich vor Vertragsabschluss zur Verfügung gestellt werden müssten, irgendwie bei den KäuferInnen ankommen.
Zitat:
Zitat von TTamSee
Ach ja, ich vergaß eine Frage an die Datenschutz-Kritiker: habt ihr noch nie etwas online bestellt, habt kein Online-Banking und auch sonst keine internetfähigen Endgeräte?
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Weil hier mal wieder nicht kunden- und datenschutzfreundlich - im übrigen entgegen der DSGVO 1) siehe oben - gearbeitet wurde, soll ich mich damit abfinden? Wer nichts zu verbergen hat, hat nichts zu befürchten?
"Arguing that you don't care about the right to privacy because you have nothing to hide is no different than saying you don't care about free speech because you have nothing to say." Edward Snowden
Noch gibt es genügend Geschäfte und Banken, die ihre Kunden nicht an Google, Apple, Facebook, Paypal etc. und tausende andere direkt und indirekt verkaufen.
Es gibt auch genügend Browser und Erweiterungen, die das allgegenwärtige Tracking ziemlich brauchbar verhindern. Man muss nicht Chrome und Edge nutzen, sondern kann auch Firefox, Brave (Chromium-Ableger) oder z.B. LibreWolf (Firefox-Ableger) nehmen.
Es gibt auch genügend, ebenso gute, Alternativen zu WhatsApp wie Signal, Threema (ja, kostet einmalig) oder Element/Matrix.
Man muss auch kein Android mit allem Müll nehmen, den die Hersteller da drauf packen, sondern kann, zumindest wenn das Gerät unterstützt wird/der Gerätehersteller sich an die Lizenzen hält, GrapheneOS (für Google-Geräte) oder LineageOS (für sehr viele andere Geräte und Hersteller) nehmen.
1) Artikel 25 "Datenschutz durch Technikgestaltung und durch datenschutzfreundliche Voreinstellungen"
https://eur-lex.europa.eu/legal-cont...x%3A32016R0679