Thema: OSP-Hölzer
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Alt 05.07.2024, 15:32
michelfeu michelfeu ist gerade online
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AW: OSP-Hölzer

@powerpaul: Dank Deiner Kritik und Empfehlung besitze ich auch das Barwell Fleet und ich kann Deinen Eindrücken nur zustimmen. Allerdings bin ich EJ-by-culture und daher habe ich schließlich noch mehr probiert und probiert. Ich habe Hochachtung vor Deiner Konstanz, was Dein Holz angeht.

Aktuell teste ich die OSP-Virtuoso-Reihe und mache X-Vergleiche zwischen den Exemplaren (Virtuoso ST 89g 156/157x152, Virtuoso CRWi ST 84g 157/158x150, Virtuoso AC ST 88g 157/158x151/152).

Klar ist, dass das 5-schichtige Natur-Holz-Virtuoso eins der besten Spin-Hölzer überhaupt ist. Ich würde sagen, dass es bei meinem aktuellen Leistungsstand (Anfänger, der sich entwickelt, aktueller Stand zwischen 1300-1400 LPZ im Betriebssport und 1250-1300 LPZ im Vereinssport) mehr als ausreicht. Aber the grass is always greener on the other side usw. Daher die Carbon-Varianten zum Testen. Seit ein paar TEs bin ich beim AC, zuvor testete ich das CRWi. Letzteres zeichnet sich durch einen viel vordergründigeren Knack-Anschlag aus, was mir gut gefiel, weil Klarheit herrschte. Das AC hat den nicht bzw. wirkt viel weicher. Dafür ist das Spinniveau höher, der Ballauswurf ebenfalls - hier nimmt es sich nicht viel zum Virtuoso.
Beim CRWi kracht der Topspin schon mehr, ist flach, schnell, hart, dennoch überraschend spinreich, aber eben nicht so wie die beiden anderen.

Alle haben keine Probleme mit einem Kurz-Kurz-Spiel [bei meinen Belägen eh kein Thema: VH G666, RH ein bisschen flexibler - Vega Pro max (auf Virtuoso), H8-80 39° (auf CRWi) und 3-60 Skyline (auf AC)].

Wegen meiner Variation bei der RH gibt es hier klare Unterschiede, z.B. funktioniert der Punch-/Press-Block mit dem VP am besten, bei den beiden anderen kriege ich die Ball-Trajektorien nicht so geradlinig hin. Dafür sind die Bälle dann eben überraschender für das Gegenüber (=krummer).
Spinblock geht mit allen großartig, Passivblock ist bei den Carbon-Varianten mit mehr Länge und Spinanfälligkeit verbunden (insbesondere bei frontal-mittigerem Balltreffpunkt).

Nochmal Ballauswurf: hier überrascht mich das AC am meisten, weil der aktuell sehr unterschiedlich ausfällt, aber in jedem Fall in der Tendenz eher hoch. "Das Geheimnis" dahinter habe ich noch nicht entschlüsselt, tippe aber auf meine jeweilige Beschleunigung in der Unterarmbewegung (in Verbindung mit der Spin-Konstanz des Gegenübers).

Am schönsten lassen sich m.E. die Ballauswürfe und das Spinniveau beim Spiel gegen Langnoppe, die halb- oder hohe Bälle mit Unterschnitt auf die Mitte des Tisches bringen, beobachten. Hierbei halte ich gerade die Carbon-Varianten für "zickiger" als die Holz-pur-Variante, sodass ich schon einige Mal ins Netz ballerte statt drüber. Ist aber alles eine Frage des Schlägerwinkels für den finalen Ball und daher reine Gewöhnung.

Mich erinnert das AC und das CRWi in der Tendenz an ein Gewo (Karas) Scepter - aber hier muss ich vorsichtig sein, weil sich die Gewichte zwischen dem und den Virtuosos stark unterscheiden (Scepter hat bei mir nur leichte 75g, weshalb ich dort auf der VH Nittakus H3 Turbo Blue spielte, RH auch H8-80).

Und natürlich sind die Virtuosos in ihrer Qualität famos. Es bleibt bei allem eine schiere Qual, mich festlegen zu müssen.
Meine Tests sind aktuell mit keinem leistungsstärkeren Spieler oder in Wettkämpfen erfolgt, was die Aussagekraft hier arg einschränkt. Ich kann noch nichts darüber sagen, wie sicher ich mich mit den Hölzern fühle, wenn's schwieriger wird. Hier noch der dezente Hinweis, der klar sein sollte: alles Geschrieben unter Vorbehalt, kein Anspruch auf Generalisierbarkeit.
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