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Alt 06.07.2024, 10:42
User 1878 User 1878 ist offline
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AW: Fußball EM 2024 Deutschland

Die Handspielregel ist, so wie sie sich entwickelt hat, Blödsinn.
Nur, wenn es eine Auslegung gibt, dann sollte die schon für das gesamte Turnier gelten. Danach war das ein klarer Elfmeter, vermutlich der klarstmögliche bei der gesamten EM in Sachen Handspiel.
Relativierungen aus Fachkreisen kamen nahezu nur von AKTIVEN Sr (kein Wunder, wenn man dazugehört und auf Ansetzungen hofft), oder von Bibiana Steinhaus, die mit dem Chef von Taylor verheiratet ist. Was sollen die also sagen?
Aber klar, Fehlentscheidungen gehören trotz allem zum Fußball, kann also passieren. Kein VAR, kein eigeninitiatives Nachschauen, Taylor fehlten die nötigen Eier für die Situation. Das ist der Unsinn in diesem Fall.

Ich fand die Spanier ebenfalls in Teilen unsympathisch. Schade, wie sich das entwickelt hat, denn das Team von 2008-12 fand ich unfassbar (Xavi, Iniesta etc). Revolutionärer Fußball, einfach zum Bewundern, vollkommen egal und normal, dagegen zu verlieren.
Das jetzt löst in mir eher Gefühle aus wie als Kind in den Siebzigern, als Spanier vor allem brutal foulten, auf Zeit spielten und offensichtlich bei jeder Berührung dem Tod direkt ins kalte Auge blickten. Wir Älteren erinnern uns, dass das früher noch nicht allgemein üblich war. Spieler wie Camacho, Ruben Diaz bauten eine ganze Karriere auf Tretereien auf. Atletico Madrid beendete das HF bei den Landesmeistern in Glasgow zu acht. So waren die mir tradiert unsympathisch. Das änderte sich erst vehement wie o.a.
So gibt es viel an Folklore, dem sich beim Zuschauen frönen lässt:
NL hatte so Kotzbrocken wie Koemann, Rijkard, Wouters, Van Breukelen oder Van Bommel. Aber eben auch Van Basten, Gullit, Davids und davor Dribbelkönig Tahamata. Über allem schwebt da Skandalschiedsrichter Van der Kroft, der Gladbach bei Real verpfiff (und danach national wie international nie wieder).
Italien steht für eine ähnliche Historie wie Spanien. Heute wäre das Verhalten Boninsegnas in Gladbach (sterbender Schwan nach Treffer durch eine leere Cooadose beim 1-7 mit der Folge eines Wiederholungsspiels) normal oder gar clever, damals widersprach das zum Glück völlig dem Fairplaygedanken. Dazu die Grundmentalität des primären Toreverhinderns, einfach nicht schön.
Die Leute, die Art des Fußballs, Fairnessgedanken, Fankultur, Status als Außenseiter oder Favorit, das sind auch heute noch die Wegweiser dafür, ob ich für die eine oder andere Mannschaft mitfiebere.
Schlimm? Nein, weil eben primär Folklore.
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