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AW: Jugend Europameisterschaften 2024 (12.07. - 21.07.2024, Malmö, SWE)
Die U19-Mädchen können den guten Eindruck, den sie in der Mannschaft gezeigt haben, in der Einzelkonkurrenz nicht so ganz auf den Tisch bringen. Eine unerkärliche "Leistung" gestern von Mia Griesel, Eireen Kalaitzidou resp. Lena Gottschlich waren heute am Ende ihres Lateins. Die beste Performance zeigen eigentlich zwei Spielerinnen, die in der deutschen U19-Mädchentruppe bisher eher etwas unter dem Radar der Öffentlichkeit geflogen sind. Melanie Merk (ein "Kampfschwein" im besten Sinne, meine Hochachtung!) ist zur Zeit ganz gut drauf und verlor schon bei deutschen U19-Meisterschaften erst im Finale gegen Mia Griesel. Sie spielte heute in der Runde der letzen 32 am Anfang gut gegen die favorisierte Polin Anna Brzyska mit, führte 2:0 nach Sätzen und musste sich dann am Ende aber 2:4 geschlagen geben. Die Erwartung erfüllt, würde ich sagen.
Das deutsche Fähnchen aufrecht hält die jüngste U19-DTTB-Spielerin (eigentlich U16!) Lorena Morsch. Nach ihrem gestrigen Sieg über die gesetzte (was immer das heißen mag) Französin Agathe Avezou hatte sie heute zuerst ein leichtere Aufgabe gegen die Kroatin Borovec, die sie souverän 4:0 meisterte. Im folgenden Achtelfinale stand sie der eingebürgerten Österreicherin Anastasia Sterner gegenüber und legte mit 2:0 Sätzen locker vor. In den folgenden Sätzen war Sterner deutlich aktiver, aggressiver und erfolgreicher. Lorena blieb passiv, machte Fehler und ließ sich das Spiel scheinbar ohne Gegenwehr aus der Hand nehmen. Erst bei einem 2:3-Rückstand zeigte sie wieder ein bisschen Leben und gewann den 6. Satz. Der entscheidende 7. Satz verlief nach guter Langstadt-Tradtion ("Nichts für schwache Nerven") bis in die Verlängerung, die Lorena nach Abwehr von Matchbällen schließlich mit 15:13 gewann. Eine "bessere" Spielerin gab es zwischen den beiden eigentlich nicht.
Lorena spielt nun im Viertelfinale ein Zweitbundesliga-Duell gegen die Langweid-Ukrainerin Veronika Matiunina, wir drücken Lorena alle Daumen!
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