Zitat:
Zitat von Max
Danke für den gut zu lesenden Beitrag. Aber ich möchte ein wenig Skepsis äußern:
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Wang Liqin: Natürlich hatte er keine harte RH und eröffnete auch nicht primär mit der RH. Aber ist das ist mehr ein technisches Detail, das das gesamte Spielkonzept - das ich als reduktionistisch bezeichne - nur unwesentlich verändert. Ich nenne Fan deshalb eine "Weiterentwicklung" - und nicht etwa "Fortsetzung" - von Wang.
Ausholbewegung: Du hast richtig angemerkt, dass die chinesische Bewegung kürzer dauert - und das ist, was zählt. Der Grund dafür liegt vor allem darin, dass der Körperstamm - oder auf Neuhochdeutsch "Core Strength" - deutlich mehr eingesetzt wird. Schon seit Jahrzehnten wissen die Europäer (selbst die Jugendtrainer an der Basis) das und wollen es angeblich kopieren - ich finde es echt rätselhaft, warum das bis heute kaum gelungen ist.
Comeback des variablen Spiels: In der realen Welt sind Dinge nie schwarz-weiß. Das Spiel von Waldner muss nicht in einem Gesamtpaket zurückkommen. Es reichen schon Elemente davon, um das Tischtennis insgesamt zu verändern - zumindest ein bisschen, aber definitiv bemerkbar. Ich habe ja ausgeführt, warum ich glaube, dass dies bereits passiert ist. Welche Erfolge Moregard als Individuum erreichen wird, ist für mich sekundär - und wie ich erklärt habe, glaube ich, dass die Frage mehr von seiner Persönlichkeit abhängt als von seinem Tischtennis (Tagline für sein Biopic: Truls - Er spielt wild, ist aber noch wilder).