ich mache mal weiter hier, ungefragt, immer wenn ich mich autoinspiriert fühle

In diesem Post geht's um eine gelungene Übung, die man eine ganze Session lang durchführen kann ohne sich zu langweilen. Zur Erinnerung, rb1 ist ein normales Topspin-Returnboard, steht diagonal zu meiner Vorhand, rb2 ist ein Antispin-Returnboard (40x80cm PVC-Matte), steht parallel zu meiner VH; diese Konstellation belasse ich das ganze Jahr über so, ich ändere höchstens den Abstand der Bretter zur Tischkante und ihre Neigungswinkel.
[Übung#1]- per RH-Topspin spiele man den Ball ein, auf rb1 (treff0); der Reboundball trägt Nullspin oder leichten Topspin.
- diesen schlage ich mit meiner RH per mildem Reverse Punch (~ähnlich RH-Lupfschlag) kontrolliert/sicher aufs rb2 (treff1); sein Reboundball trägt leichten Backspin oder Nullspin, = genau das, was wir produzieren wollten!
- diesen schlage ich mit meiner RH per gekonntem Reverse Punch wieder aufs rb2 (ausnahmsweise kann man hier bereits eine RH-Eröffnung ansetzen, siehe nächster Punkt) (treff2); sein Reboundball trägt wesentlichen Backspin.
- jetzt entscheide man, ob man den nochmals genauso zu schlagen schafft (Endschlag, Herausforderung!) oder ob man den Unterschnittball lieber auf rb1|rb2 ziehen will (RH-Eröffnung), oder lupfen, oder schupfen (treff3).
Im Kopf zählt man die Treffer mit "
einspielen(0) - 1.. - 2.. - ..uuuund 3!", wobei die Konzentration auf
treff2 liege und man oft genug gar nicht bis zu
treff3 gelangt, auch wenn das das Ziel der Übung sei. Mit mehr Übung gelangt man häufiger zu
treff3, ein klares Zeichen, dass man sich verbessert hat.
Das Besondere an dieser Übung ist, dass es eigentlich recht schwer ist, rb2 happy zu machen (wie
zuvor im Detail erläutert): zieht man einen Topspin auf rb2, produziert das Brett nur in
seltenen Fällen einen Unterschnittball, so wie man ihn sich vorgestellt hatte. Dadurch dass wir den Ball auf rb2
schlagen anstatt zu
ziehen, produziert das Brett viel
häufiger einen
brauchbaren Unterschnittball.
Und wenn wir so einen US-Ball erst einmal haben (endlich!), können wir damit anfangen, was wir wollen: Lupfschlag üben, Topspin ziehen, Reverse Punch schlagen, oder schupfen|choppen. Im typischen Fall ist spätestens nach
treff3 die Übung beendet.
Sinn der Übung:
Das Verfeinern der Kunst um seinen Reverse Punch. Das Üben des RH-Lupfschlags. Das Üben der RH-Topspin Eröffnung. Spass haben am fokussierten Schlagen|Ziehen (Konzentration erforderlich!). Das Üben eines Spielzugs. Noch mehr Spass und Herausforderung an seinen Returnboards gefunden zu haben, vor allem an rb2, das ja bislang so wenig genutzt blieb, weil es so schwer happy zu machen war. War! Die Zeiten sind vorüber!
Erh wait, back up a lil bit, Spielzug??
Ja. Szenario: Gegner fängt an fies zu schupfen, auch mit starkem US. In dem Schupf-Duell schupfen wir ein paar Mal zurück, aber irgendwann lupfen wir seinen Ball zurück, mit Nullspin knapp übers Netz und möglichst kurz (~
treff1). Wir schauen was er damit anfängt. Wenn er wieder schupft, springt der Ball etwas höher ab oder in seinem Ball steckt weniger US. Jetzt können wir darauf wie bei
treff2 reagieren, also per gekonntem Reverse Punch angreifen oder per RH-Topspin|VH-Topspin eröffnen.