Zitat:
Zitat von koehlerp
Mit Aceton den Belag bearbeiten und die Schrift abrubbeln ist vermutlich keine gute Idee oder?
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Bin gar nicht sicher, ob das unbedingt stimmt.
Eine Veränderung des Schwammes könnte vor allem durch den Transport der Weichmacher etc. erzielt werden. Aceton und Ethanol sind zwar recht kleine Moleküle, die entsprechend schnell im Schwamm wandern (diffundieren), aber gerade Aceton dürfte durch den höheren Dampfdruck auch recht schnell von der Schwammoberfläche "verdunsten", so dass kein großer Konzentrationsgradient in den Schwamm hinein entstehen sollte und das Aceton nicht in hoher Konzentration und daher auch nicht tief eindringen kann.
Mit einem mit Aceton nur angefeuchteten (nicht getränkt oder tropfnass) nicht-fusselnden Tuch vorsichtig über die Schrift zu rubbeln sollte meines Erachtens(!) keine Veränderungen des Schwammes verursachen. Danach nochmal mit einem trockenen Tuch abtupfen und am besten alles draußen ablüften lassen.
Auf entsprechende Lüftung zu achten ist einfach. Geeignete Handschuhe - vor allem, wenn öfter mit Aceton hantiert werden soll - könnten eher ein Problem sein.
Was ich nicht weiß: Aceton entfernt Fett bzw. lipophile Möleküle. Besteht der Teil des Aufdrucks, der auf dem Holz verbleibt, tatsächlich aus lipophilen Teilchen?