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AW: Olympia 2024 (26.07. - 11.08.2024, Paris, FRA)
In China hat man eine andere Philosophie. Man schickt die jungen Talente viel später in die internationalen Turniere. Mit 15,16 lässt man sie, wenn überhaupt, nur sporadische Turniere spielen und erst mit etwa 18 Jahren erhalten sie regelmäßigere Einsätze, vorher wird viel mehr Wert auf die kontinuierliche Ausbildung gelegt.
Im Falle Miwa Harimoto glaube ich, dass sich die japanische Teamführung auch etwas vom Ergebnis der Cupfinals 2023 hat verleiten lassen, wo Miwa sich einen 5-Satz-Thriller mit Sun YingSha lieferte. Ich glaube, dass sie sich da in ihrem Bestreben, China zu schlagen, zu stark auf Miwa fokussiert haben. Seitdem hat Miwa mehrmals weitere Male gegen Sun YingSha gespielt und wurde mehrmals förmlich überrollt, einmal gar 11:0 in einem Satz.
Das Mädchen ist, wie gesagt, erst 15 und man bürdet ihr hier meiner Meinung einfach zuviel auf. Wenn ich mir da als Gegenbeispiel Kuai Man bei den Chinesinnen ansehe, wird sie viel behutsamer und kontinuierlicher aufgebaut. Und ich bin mir relativ sicher, dass es in einigen Jahren Kuai Man sein wird und nicht Miwa Harimoto, die die Spitze der WRL erklimmen wird.
Und es ist ja nicht so, dass die Japanerinnen keine Alternative hätten. Sie haben hinter Hayata und Hirano noch viele tolle Spielerinnen wie Mima Ito, Miyuu Kihara, Miyu Nagasaki, Haruna Ojio, Hitomi Sato, Satsuki Odo, Kyoka Idesawa und noch viele, viele andere mehr, um nicht nur auf dieses 15jährige Supertalent zu setzen
Ich sehe einfach die Gefahr, dass Miwa in paar Jahren ausgepowert ist, wenn sie weiterhin in diesem Alter durch alle Top-Turniere getrieben wird.
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