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Alt 25.08.2024, 06:29
michelfeu michelfeu ist offline
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michelfeu trifft öfters den Nagel auf den Kopf (Renommeepunkte mindestens +100)michelfeu trifft öfters den Nagel auf den Kopf (Renommeepunkte mindestens +100)
AW: Erfahrungen mit Hinoki Hölzern

Zitat:
Würde ein Hinoki Holz mit 1er Schicht noch mehr Spielgefühl geben oder welche Vorteile bringen es mit sich?
Meine Erfahrungen: ich besitze ein 1-ply Hinoki Holz, das Joola Genesis mit satten 100g (1cm Blattstärke ), ein 7-schichtiges Hinoki Darker 7P-2A.7t mit 83/84g, ein 5-schichtiges Jonyer Hinoki Special mit 82g und ein 7-schichtiges Avalox J-Power mit Hinoki-Deck- und evtl. Zwischenfurnieren (3. und 5., d.h. "zweite Sperrschicht" über dem Kern) und 84g.

Das Genesis als 1ply spielt sich sehr sehr schnell und sehr sehr steif. Es hat zwar noch genug Softness für den Touch, aber wenn ich irgendeinen Tensor / FKE-Belag draufklebe, ist es mir zu schnell, d.h. frontalere Schläge kriege ich nicht mehr gut kontrolliert (der Klassiker: Topspin kommt mit viel Rotation und der Block geht ins Aus bei schlechterer Stellung). Außerdem fühlt es sich so behäbig wie ein Bär an. Ich bleibe mal bei der Tier-Metaphorik: wenn das Genesis der Bär ist, dann sind das Jonyer, das Darker und das J-Power die Rehe.

Zu letzteren: ich finde, dass sich J-Power und 7P-2A.7t sehr sehr ähnlich spielen. Beide haben unglaublich viel Gefühl und sind nicht zu schnell, trotz der sieben Schichten. Gerade beim 7P-2A.7t mit seinen 7mm Blattstärke dachte ich, dass es sehr schnell sein könnte - ist es aber nicht, höchstens OFF-, gleiches beim J-Power mit seinen 6.15mm. Um noch einmal einen Vergleichs-Kandidaten mit Hinoki-Decke reinzubringen: das Adidas V1.3 ist ein viel schnelleres Holz (mein Exemplar: 87g, 6mm).

Das Jonyer empfinde ich von allen genannten als das langsamste, wobei dazu sicherlich auch das größere Schlägerblatt mit 160x154 beiträgt. Alle anderen sind kleiner. (7P-Genesis und 2A.7t:156x150; J-Power: 157/158x152).

Fazit: für mich lohnt sich das 1ply nicht, weil dies in meinem Fall dazu führte, dass ich sehr mit den Belägen austarieren musste, um ein insgesamt nicht zu schweren und zu schnellen Schläger in der Hand zu haben. Zudem das Problem mit der Behäbigkeit und natürlich, dass mir der Griff durch die Blattstärke zu fett ist (Umfang von 9,1cm). Einen Ball damit zu treffen gibt Power, aber ohne wirklich zu fühlen. Diesen Kompromiss habe ich als zu schlecht erlebt.
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