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Alt 25.08.2024, 20:07
HansWurst123 HansWurst123 ist offline
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HansWurst123 ist verbrannt und wird nicht mehr ernst genommen (Renommeepunkte mindestens -500)HansWurst123 ist verbrannt und wird nicht mehr ernst genommen (Renommeepunkte mindestens -500)HansWurst123 ist verbrannt und wird nicht mehr ernst genommen (Renommeepunkte mindestens -500)HansWurst123 ist verbrannt und wird nicht mehr ernst genommen (Renommeepunkte mindestens -500)HansWurst123 ist verbrannt und wird nicht mehr ernst genommen (Renommeepunkte mindestens -500)
AW: Politik - der Thread für politisch Interessierte (ab Dezember 2021)

Zitat:
Zitat von Armendariz Beitrag anzeigen
Dass man sich als Opfer eines Terroranschlags nicht der Gefahr der politischen Instrumentalisierung aussetzen will, besonders relativ kurz nach dem Trauerfall, ist verständlich.
Bei den Opfern des NSU hat es jahrelang gedauert, bis die Ermittler überhaupt ihre Arbeit gemacht haben. Zunächst waren sie im Verdacht, quasi in einem Clankrieg "gefallen" zu sein. Die Aufarbeitung ist noch nicht lange her.

Wenn die Opfer des Breitscheidplatzes eine Öffentlichkeit wollten, würden sie die sehr schnell bekommen, auch dank neuer und alter Medien, die ein politisches Interesse an ihrer Zurschaustellung haben.
Wie hier wieder einmal Tatsachen verdreht werden ist schon sehr abenteuerlich und scheinheilig.



"Im Klartext heißt das: Hinterbliebene warteten wochenlang auf Sterbeurkunden, Betroffene erhielten Beileidsbekundungen, obwohl der Angehörige überlebte, und statt eines Kondolenzschreibens der Kanzlerin flatterte eine Rechnung der Rechtsmedizin ins Haus, nebst Androhung der Intervention eines Inkassounternehmens, sollte nicht rechtzeitig gezahlt werden. Ein ganzes Jahr ging ins Land, bis sich die Bundeskanzlerin, die sich für ihre Grenzöffnung als „Mama Merkel“ feiern ließ, dazu bequemte, Opfer des Anschlags zu treffen (das war ihr nach eigener Aussage „sehr wichtig“) – da hatten Opfer und Angehörige schon einen gemeinsamen Brief verfasst, in dem sie den deutschen Ermittlungsbehörden Versagen vor dem Terroranschlag und Vertuschung danach vorwarfen und sich über die politische Untätigkeit der deutschen Regierung beschwerten. Merkel hatte da noch nicht einmal kondoliert.

Pfarrer Justus Münster, Beauftragter der EKBO (Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz) für Notfallseelsorge im Land Berlin, schilderte in seinem Vortrag die Abläufe der psychosozialen Unterstützung im Rahmen des Breitscheidplatz-Attentats. Er selbst war damals Leiter der PSNV-Einsatzkräfte vor Ort. Aufgrund einer guten Netzwerkarbeit im Vorfeld haben die Akteur*innen in der Akutphase gut zusammengearbeitet. Diese waren zwar gefordert, aber zu keiner Zeit überfordert. Allerdings war eine strukturierte mittel- und langfristige Versorgungsleistung für die Opfer und Angehörigen nicht gegeben, so Münster.
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