Zitat:
Zitat von Horasio
Also heißt der Thread hier: *Haben Nachwuchsspieler aus armen Familien Nachteile*?
Migrant bzw. Migrationshintergrund mit arm gleichzusetzen ist Teil des Problems und zeigt die stereotypen Denkmuster vieler User hier. *Der kleine Ahmed hat Talent.* - *Lass ihn, der ist eh arm. Die Eltern können sich keine Lehrgänge leisten. Außerdem wollen sie das nicht. Bemühen wir uns nicht.* - *Ok, dann kümmern wir uns lieber um Finn-Leon, auch wenn der zwei linke Füße hat und über das Ballgefühl einer Vogelscheuche verfügt. Sein Papa spielt bei uns auch 2. KK!*
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Korrelation ist eben keine Kausalität...
Mehr als 50% des aktuellen Kaders haben einen Migrationshintergrund, damit ist doch schon die Ausgangshypothese wiederlegt.
Komischerweise wird hier die ganze Zeit eine bürgerlich "Mittelschichtsmentalität" im Tischtennis kritisiert, die jetzt was mit dem Migrationshintergrund zu tun hat?
Menschen mit Migrationshintergrund sind stärker armutsgefährdet (<= 60% Medianeinkommen) als solche ohne -> Kinder aus solchen Haushalten haben einen geringeren Zugang zu Individualsportarten, da diese mehr Geld kosten und andere Mannschaftssportarten billiger sind und mehr soziale Anerkennung bringen (Opportunitätskosten) -> der Anteil an Kindern mit Migrationshintergrund in Vereinen ist geringer
Du wirst im Tischtennis auch sehr wenige Kinder biodeutscher Bürgergeldempfänger finden.
Auch lustig wie der Vater von Korel Mai hier im Forum ja selbst aufzeigt wie zeitaufwendig das ist und wie viel Geld der Spaß kostet. Da kommst du eben mit 10* im Monat nicht weit. Der investiert das eben in sein Kind und spart das Geld sicher auch an anderer Stelle, um das zu ermöglichen. Zu sowas ist eben nicht jeder bereit