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Alt 03.09.2024, 23:19
AndiBlack AndiBlack ist offline
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AW: Haben Nachwuchsspieler mit Migrationshintergrund in Deutschland Nachteile (Förderung, Anerkennu

Zitat:
Zitat von Bezirksligalooser Beitrag anzeigen
Wirklich erfolgreich kann nur der werden, der sich komplett mit „seinem“ Sport identifiziert.

Da sind mittlerweile einige NLZs aber auch anderer Meinung, gestützt durch Studien der Talentförderung:


Zitat:
Ihre Studie belegt auch, dass sich die Karrierechancen eines Spielers erhöhen, wenn er im Juniorenalter noch eine zweite Sportart ausgeübt hat. (...)

Güllich: Und wir haben nun wissenschaftlich nachgewiesen, dass dies keine zufälligen biographischen Übereinstimmungen sind. Übrigens ist das bis heute die einzige derartige Studie weltweit. Das war nur möglich, weil ein Bundesliga-Spieler bei uns seine Staatsexamensarbeit geschrieben hat. Er hatte eben die Möglichkeit, viele seiner Berufskollegen zu befragen. Dabei hat er die Spieler, die es in die Nationalmannschaft geschafft haben, mit durchschnittlichen Bundesligaspielern verglichen und in ihren Biografien zwei Merkmale identifiziert, die den Unterschied machten. Erstens: Die Nationalspieler haben als Junioren eher weniger Fußball trainiert als die anderen. Und zweitens: Sie haben neben Fußball noch eine oder zwei weitere Sportarten ausgeübt. Im Durchschnitt acht Jahre lang und mit Teilnahmen am Wettkampfsport in diesen Sportarten. Welche Sportart, schien übrigens keine Rolle zu spielen. Tennis kam recht häufig vor, aber auch Leichtathletik, Handball, Basketball und Tischtennis.


Und warum macht diese zweite Sportart diese Spieler am Ende zu besseren Fußballern?

Güllich: Da sehen wir drei Erklärungen. Erstens, es ist gut gesichert, dass Spieler, die verschiedene Sportarten betrieben haben, später weniger Überlastungsschäden in den Gelenken haben. Zweitens ist es logisch zwingend, dass jemand, der in verschiedenen Sportarten eigene authentische Erfahrungen macht, also mit spezialisierten Trainern langjährig leistungsbezogen trainiert hat, besser die Sportart bestimmen kann, die am besten zu ihm passt. Und die dritte Erklärung: Die Erfahrungen in den verschiedenen Sportarten machen ihn später zu einem besseren Lerner im Fußball. Der Spieler lernt, verschiedene Lernaufgaben in verschiedenen Situationen mit verschiedenen Lernmethoden zu bewältigen. Wir nennen das ein größeres Lernkapital. Das hilft ihm für das langfristige Lernen im Fußball.
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