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Alt 05.09.2024, 06:52
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Wolf11 Wolf11 ist offline
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AW: Olympia 2024 (26.07. - 11.08.2024, Paris, FRA)

Zitat:
Zitat von Quizard Beitrag anzeigen
Mich wundert viel mehr, dass du aus irgendeinem Grund gebetmühlenartig die Männernominierung kritisiert, aber über die Damennominierung kein Wort verlierst (aber ich kann mir schon denken, woran das liegt).
Ja ?

Woran liegt es denn ?

Lass uns doch mal teilhaben an Deiner *Verschwörungstheorie***

Aber ich kanns Dir gerne nochmal erklären :

Bei den Männern wurde der in den etwa 6 Monaten vor Olympia stärkste Spieler nicht nominiert. Derjenige Spieler, der mit seinem Finaleinzug beim Saudi Smash das objektiv stärkste Ergebnis eines deutschen Spielers im gesamten Olympiazyklus geholt hat. Jeder, der sich in der Szene bewegt, wusste dies bereits im Voraus, dass hier nicht rein sportliche Kriterien entscheiden würden. Für keinen, der sich in dieser Szene bewegt, war diese Entscheidung eine Überraschung. Wir alle wissen, warum.

Das führte sogar dazu, dass man Roßkopf vor Olympia fragte, ob denn nicht ein freiwilliger Verzicht von Boll zugunsten Franziska eine Option wäre. Die Entscheidung gegen Franziska war aus sportlich-integren Gründen schlicht und ergreifend nicht erklärbar.

Bei den Damen war es etwas völlig Anderes. Hier stand eine Dame leistungsmäßig weit über allen Anderen, Han Ying, aber die stand aufgrund ihrer bedauerlichen erneuten Verletzung leider nicht mehr zur Disposition. Dahinter kamen Nina Mittelham, Shan Xiaona und Annett Kaufmann, die in den vergangenen 12 Monaten alle ihre gewissen Erfolge feierten. Shan Xiaona hatte 2 WTT-Finals erreicht, Nina Mittelham hatte 1 WTT-Finale erreicht und auch Annett Kaufmann zeigte noch Anfang des Jahres gute Leistungen. Alle 3 hatten aber auch Defizite vorzuweisen. Nina Mittelham war zuletzt international völlig außer Form, Shan Xiaona war verletzt und war ebenfalls weit von ihrer Bestform entfernt und Annett Kaufmann war aufgrund persönlicher/schulischer Gründe mehrere Monate völlig aus dem internationalen Spielbetrieb raus. Tamara Boros hat sich dann für die beiden erfahreneren Spielerinnen entschieden, nicht zuletzt auch aufgrund der Tatsache, dass beide in den vergangenen 12 Monaten wechselseitig die Nummer 2 und 3 hinter Han Ying waren.

Dass sich das dann leider nicht ausgezahlt hat, kann man ihr schwerlich zum Vorwurf machen. Nina Mittelham hat sich leider erneut verletzt und Shan Xiaona hat es leider zeitlich nicht mehr geschafft, auch nur annähernd wieder in ihre Topform zu kommen. Boros ist zwar die Verantwortliche, aber ihre Nominierung mit der falschen Nominierung bei den Herren zu vergleichen, geht bei objektiver Sichtweise an der Realität vorbei.

Annett Kaufmann hat dann für Furore gesorgt mit 3, 4 tollen Spielen. Sie konnte befreit aufspielen und hat diese Chance genutzt. Ob es allerdings genauso gelaufen wäre, wenn sie von vornherein eine tragende Rolle im Team hätte leisten müssen, wissen wir alle nicht. Das hat man dann ja an ihrem Spiel und der klaren Niederlage gegen Lee Eun-Hye gesehen, wo sie erstmals als Favoritin unter einem ganz anderen Druck stand. Ich bin aber felsenfest überzeugt, dass Tamara Boros eine Grand-Smash-Finalistin (oder sagen wir hier Grand-Smash-Semifinalistin, da das bei den Damen aufgrund der chinesischen Dominanz viel schwerer als bei den Herren ist) sicher nominiert hätte, egal wie sie geheissen hätte. aber die gab es bei den Damen nicht.


Zum Schluss noch ein persönliches Wort:

Ich finde Deine sich wiederholenden Anspielungen (*...ich kann mir schon denken, woran das liegt....") mit der Zeit etwas langweilig. Gerade von jemandem wie Dir, der es eigentlich besser wissen sollte und es wohl auch weiss, finde ich das schon etwas schwach. Muss doch nicht sein.

Geändert von Wolf11 (05.09.2024 um 07:07 Uhr)
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