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AW: Zeit für Wandel im DTTB nach Olympia
Du scheinst hier etwas zu vermischen:
Zum Ersten geht es ja erst einmal um die generellen Strukturen im Jugendbereich und um die Jugendförderung. Und hier gab es in Rumänien in den vergangenen 30 Jahren, gerade im weiblichen Bereich, deutlich bessere Strukturen als beispielsweise in Deutschland.
Erst in 2.Linie geht es dann um den Übergang in den Erwachsenenbereich und um die Durchlässigkeit zwischen Jugend und Erwachsenen. Aber dafür mussten ja erst einmal die Bedingungen in einem Jugendförderkonzept gut funktionieren.
Dass dann einige männliche Spieler aus Rumänien aus finanziellen Gründen u.a. den Weg in die Bundesliga bzw. nach Deutschland gesucht haben, steht da ja wieder auf einem völlig anderen Blatt
Ich weiss nicht, ob Du Dich jemals wirklich mit diesem Jugendförderkonzept in Rumänien näher befasst hast, aber hier wurden in all diesen Jahren ganz andere Anstrengungen unternommen, um den Anschluss an die Spitze zu halten und dies eben ohne jegliche Importe und Einbürgerungen aus China.
Ich persönlich habe überhaupt nichts gegen solche Einbürgerungen schon aus jenem Grund, weil ich es Sportlerinnen wie Han Ying oder Shan Xiaona von Herzen gönne, auch an den großen internationalen Turnieren teilnehmen zu können, wozu sie in China niemals die Chance gehabt hätten, weil dort die Konkurrenz einfach zu stark und zu groß war.
Aber dann sollte man das auch genauso thematisieren und man sollte sich eingestehen, dass man es in der Hauptsache diesen Spielerinnen wie all den anderen, die ich in meinem Posting von heute mittag aufgeführt habe, zu verdanken hat, dass man in all diesen Jahren international in der Spitze mitspielen konnte. Und dann überrascht es natürlich auch nicht so wirklich, dass die Strukturen eben in Deutschland zu wünschen übrig lassen, die es gerade bei den Frauen schwierig macht, alles auf die Karte TT zu setzen, wie Du ja auch selbst einräumst
In Rumänien haben sie das alles SELBST erarbeitet, ohne chinesische Importe und ohne sich mit fremden Federn zu schmücken.
Ja, man hat auch in Rumänien auf das chinesische Know-How zurückgegriffen, aber dann hat man sich alles selbst erarbeitet, weil man die entsprechenden Strukturen dafür geschaffen hat und weil man immer auch auf neue Entwicklungen reagiert hat und auch nie den bequemeren Weg gegangen ist, so wie das in Deutschland oft der Fall war.
Andere Nationen wie Deutschland, aber auch Polen, Österreich, Frankreich, Portugal, Spanien, Niederlande usw. habe es sich da deutlich einfacher gemacht.
Bei den Herren war man in den letzten 20 Jahren verwöhnt, weil man sich auf Boll, der ein Ausnahmetalent war, was mit dem Verband als solches nicht wirklich etwas zu tun hatte, und auf Dima verlassen hat, aber man hat sich darüber hinaus auch auf einigen dieser Entwicklungen ausgeruht und hat gerade im Jugendbereich einige Dinge und Entwicklungen verpasst.
Geändert von Wolf11 (16.09.2024 um 21:43 Uhr)
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