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Zitat von Plattenfehler
Gab es damals eigentlich Diskussionen/Bedenken, als die chinesischen Damen eingebürgert wurden um in der Spitze mitzuspielen?
Und wurde seitens des DTTB entschieden, dass man das nicht noch einmal machen möchte oder haben momentan die Chinesen da einfach keine Lust drauf?
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Was meinst Du denn genau mit "Damals" ?
Denn das "Damals" geht ja bis in die 80er-Jahre zurück, das ist nun also schon fast 40 Jahre her.
Lee Jin-Sook war, glaube ich, die erste richtig starke Asiatin, die damals Mitte der 80er eingebürgert wurde, eine Südkoreanerin, die dann als Jin-Sook Cords mehrfache deutsche Meisterin im Doppel wurde.
Die erste namhafte Chinesin war dann kurz darauf in den späten 80er Jahren Shi Jie, die noch eine Klasse stärker war. Sie war die erste Chinesin, die das deutsche Damen-Tischtennis beherrschte. Anfangs der 90er heiratete sie dann den Jugendtrainer Karl Schöpp und wurde hier dann als Jie Schöpp berühmt.
Und von da an kamen regelmäßig Chinesinnen, die das deutsche Damen-Tischtennis zu einem großen Teil beherrschten. Jing Tian (Zörner), He QianHong (Gotsch), Sun ZhenQi (Barthel), Wu JiaDuo, Shan XiaoNa, Han Ying usw.
Und wenn sich die nächste einbürgern möchte, die gut Tischtennis spielen kann, wird der DTTB sicher nicht nein sagen. Keine Frage.
Und was diese Beschränkungen bei Weltmeisterschaften betrifft: Die gibt es ja schon länger und waren auch da kein Hindernis für Einbürgerungen. Shan Xiaona und Han Ying mussten ewig warten, bis sie WM spielen durften. Für Olympia trifft das aber nicht zu. Und auch nicht für World Cups, WTT usw. Und wie gesagt: Das war auch da kein Hindernis.