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Zitat von mithardemb
Fledermaustunnel für mehr als eine Million, Umpflanzen von jahrzehntealten Bäumen, ständige Widersprüche gegen Maßnahmen mit immer höheren Auflagen, 10 Jahre lange Beobachtung von Salamandern, Blockanden wegen dem Juchtenkäfer, etc. etc.. Man sollte erst mal den Irrsinn beenden, bevor man noch mehr Geld verbrennt.
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Hast du Zahlen, wie viel der Artenschutz in Deutschland kostet, im Vergleich zu den (land-)wirtschaftlichen Schäden, die bei einem Umleiten der Gelder passieren?
Ich stimme mit dir überein, dass teilweise überreguliert wird, was sich aber auch aus Fehlern, die in der Vergangenheit auch wirtschaftlich bitter bereut wurden, ableitet.
Beispiele: Begradigung von Flüssen, die zu stärkeren Überschwemmungen führte, Überbelastung von Böden, die immer stärkeren Einsatz von Düngemitteln erforderten, die wiederum das Grundwasser gefährdeten oder Gewässer kippen lassen.
Dass man wegen einer Borkenkäferpopulation keine Großstromtrasse stoppen sollte ist klar. Allerdings geht es dabei nur zu oft nicht um die Borkenkäfer, sondern um lokale Interessen, die der Stromtrasse entgegenstehen. Der Borkenkäfer ist halt der Vorwand, der sich ergibt. Es wird gerne so dargestellt, dass irgendwelche grünen Fundis ihre Eidechsen und Kröten verteidigen wollen, eigentlich geht es um ganz andere Sachen. Selten haben die Grünen in den Kommunen und Ländern absolute Mehrheiten, durch die sie irgendwelche Borkenkäferschutzgesetze diktieren könnten.
Jetzt sind ja Gott sei Dank bald auch die Gerichte alle mit Internet ausgestattet, sodass hoffentlich schnell entschieden werden kann, was Taschenspielertricks sind von Menschen, die gar keine Veränderungen akzeptieren wollen, und wo tatsächlich schützenswerte Ökosysteme bestehen.
Angemerkt sei aber auch, dass man als "Ottonormalmensch" gerne die Relevanz von bestimmten ökologischen Zusammenhängen unterschätzt, und die Wissenschaft ja nicht zu Unrecht in Deutschland vor dem Aussterben wichtiger Arten warnt. Dass man das such der breiten Bevölkerung verständlich machen kann hat man 2019 schön in Bayern gesehen, als Söder seine Bürgerinnen und Bürger ordentlich unterschätzt hat.