Zitat:
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Zitat von Günter
... Ein Schiedsrichter mit Rückgrad kann sich auch alleine durchsetzen und braucht dazu keine Kollegen....
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Wenn dieser SR sein Amt in Deinem Sinne, also recht offensiv ausüben würde und bei falschen Aufschlägen ins Spiel eingreift etc. wird er in vielen Situationen alleine überfordert sein, denn dazu dürfte er beiden Tische nicht aus den Augen lassen. Wenn er parallel dazu auch noch Pausen überwachen, Coaching bestrafen und Spielberichte ausfüllen muss, wird es ziemlich schwierig, dann noch objektiv und gerecht zu sein.
Im Grunde gebe ich Dir aber recht. Einfach wegschauen und auf Fehler anderer verweisen ist zu wenig. Aber auch jetzt schon kann ein Einzel-OSR in solchen Fällen (z.B. falscher Aufschlag) einschreiten, ohne direkt Punkte abzuerkennen, was er z.Zt. lt. Regelwerk nicht darf).
Er kann z.B. einen Spieler wegen unsportlichem Verhalten verwarnen, wenn dieser bewusst falsche Ausschläge macht und auch den Tischschiedsrichter austauschen. In den meisten Fällen führen solche Maßnahmen auch zum Erfolg.
Ganz auf SR zu verzichten wäre mit Sicherheit kontraproduktiv. Besser wäre es, die Schiedrichteraus- und weiterbildung zu verbessern und gerade das Verhalten in solchen Problemsituationen zu besprechen und auch einzuüben.
Ich glaube das da ein Nachholbedarf besteht, denn bei manchen SR bestehen immer noch Unsicherheiten mit bestimmten Stress-Situationen umzugehen.