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Zitat von cdmz
Dann ist noch unverständlicher, warum sie Shi aus dem Team genommen haben. Offenbar waren Sun UND das Trainerteam überzeugt davon, dass eine fitte Shi schlechtere Chancen hätte als eine schon am Vortag schwer angeschlagene Sun? Sehr eigenartig.
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Hallo cdmz,
Hier muss ich Dich insoweit ein kleines bisschen korrigieren, dass Sun YingSha zu dem Zeitpunkt, als sie auf ihren Einsatz drängte, noch nicht wusste, dass Chen XingTong die Freigabe für ihre Einsätze bekam und davon ausgehen musste, dass die junge Kuai Man als Nummer 3 würde spielen müssen (Also mit Wang YiDi, Shi XunYao und Kuai Man).
Sun YingSha und Shi XunYao sind seit Jugendtagen befreundet und sie würde niemals auf ihre Kosten so einen Einsatz fordern.
Den Vorwurf muss man also ausnahmslos der Teamführung machen, die Shi XunYao unbedingt auch für das Finale hätten aufstellen müssen, anstelle auf eine Spielerin (auch wenn es die beste der Welt ist) zu setzen, die körperlich nicht fit ist und auf eine Spielerin, die Stunden zuvor noch nicht wusste, dass sie spielen würde. Und hier gab es im chinesischen Trainerstab, soweit es mir bekannt ist, auch große Unstimmigkeiten dazu und konträre Auffassungen. Leider hat sich hier die richtige Auffassung nicht durchgesetzt.
Ich persönlich hätte SOWOHL Shi XunYao als auch Kuai Man im Finale gemeinsam mit Wang YiDi eingesetzt, auch auf die Gefahr einer Niederlage, die es nun sowieso gab.
Solch eine Erfahrung bringt die entsprechenden Spielerinnen einfach nochmal ein ganzes Stück in ihrer Entwicklung voran.
Bestes Beispiel dafür war ja damals auch die Niederlage gegen Singapur, als man ganz bewusst auf die Routiniers verzichtet hatte und auf die damals noch ganz jungen Talente namens Ding Ning und Liu ShiWen gesetzt hat und dafür in den folgenden Jahren auch reich belohnt wurde.
Zu Wang ManYu:
Sie war ja schon in Macau ziemlich schwer angeschlagen, was übrigens auch Wang YiDi nach ihrem Halbfinalsieg über sie in den öffentlichen Interviews als Grund für das 4:0 angegeben hatte, was ich sehr fair von ihr fand. Eine kleine Pause nach dem ebenfalls sehr fordernden China-Smash war schon damals in Beijing angedacht.
Dazu kam dann leider zuletzt auch noch ein Trauerfall in ihrer Familie. Es trifft also beides zu.
Was diese Meldung über Japan's "long-awaited team gold medal" betrifft, so kann ich das nicht ganz nachvollziehen, denn sie gewannen ja schon 2021 die Goldmedaille bei den Asien-Meisterschaften. Allerdings war China damals nicht am Start. Historisch ist ihr Sieg trotzdem, denn es war meines Wissens der erste japanische Sieg gegen ein chinesisches Team seit über 50 Jahren.
Allerdings war dies natürlich vor allem auch den speziellen Gegebenheiten bei diesen Meisterschaften geschuldet.