Wenn ich folgende Annahmen voraussetze:
Wir reden von dem identischen leeren Ball den Du einmal kurz nach dem Auftreffen auf der Platte und einmal deutlich später wenn er wieder auf von dem höchsten Punkt (nach Auftreffen der Platte) nach unten fällt spielst, dann würde ich Deiner Aussage mit dem Risiko nicht zustimmen.
Bedenke, dass der Ball kurz nach auftreffen auf der Platte noch mehr Energie hat und Du mit eigener Kraft X den Ball eher über den Tisch hinaus spielst, als wenn Du den Ball deutlich später spielst, wenn er schon an Momentum verloren hat und Du mit eigener Kraft X weniger wahrscheinlich über die Platte hinaus ins aus spielst.
Grundsätzlich solltest Du leere Bälle aber nicht schupfen, da Du sonst einen Turm baust und der Gegner sofort eine Gelegenheit zum Schuss bekommt.
Da es ja viele Leute mit unterschiedlichen Definitionen der Grundschläge gibt nochmal meine Definition. Schupf ist wenn Du den Ball von unten triffst und mit geöffnetem Schlägerblatt (zeigt zur Decke) meist über dem Tisch spielst (also nicht erst weit hinter der Platte).
Grundsätzlich ist also der "Standardschupf" keine gute Antwort auf einen wirklich leeren Ball.
Im besten Falle kannst Du den Ball angreifen, weil da kein Schnitt drin ist. Mit einer sanften Topspinbewegung gibst Du dem Ball bereits über dem Tisch mit einem Flick/Flip die richtige Richtung mit.
Im Amateurbereich gibt es natürlich viele die einen solchen Ball der dann auch lang genug kommt und nicht zwei mal auf deiner Plattenseite aufspringt einfach "rein/rüberschaufeln" oder kontern (und hier oftmals auch den Ball von unten treffen), aber damit gibt man dem Gegner die initiative zum Gegenangriff.
http://www.sportunterricht.de/animation/ballon2abm.gif
Grundsätzlich sind leere Bälle auch deshalb schwierig aggressiv anzugreifen, da man ja seine antrainierten Schlagausführungen hat, wie z.B. Topspin auf Unterschnitt oder Topspin auf Oberschnitt. Würde man den leeren Ball mit der Technik des Topsspin auf Unterschnitt spielen, so würde man den Ball zu weit hochziehen und ins Aus schlagen.
Bei nicht leeren Bällen, sondern Bällen mit marginal Unterschnitt, sieht man Spieler auch mit weniger offenem Schlägerblatt (zeigt mehr nach vorn als nach oben) den Ball mit einer Hack/Chop-Bewegung nach unten mitzunehmen, damit er nicht zu hoch rausspringt.
Wenige Leute trainieren wirklich gegen leere Bälle hart anzugreifen, weil es eben auch nicht so oft vorkommt, als das es in vielen Matchsituationen hilfreich wäre (es sei denn man spielt gegen viele "Noppenopis").