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AW: Bundesrangliste Top 48 - Jugend 19 in Wiesbaden
Ich habe das zu Teilen ja auch Bei Annett Kaufmann verfolgen dürfen. Sie hat in jungen Jahren (zugegeben sehr jungen Jahren) nahezu kein Turnier gespielt. Das lag meinem Empfinden nach daran, dass es a) nicht so viele Turniere gab und b) die Eltern das auch nicht wollten. Sie war, bis sie uns im Altern von 12 Jahren verlassen hat, ständig im Training und hat sich darauf fokussiert.
Ich erinner mich auch ein Meeting mit Richard Hoffmann (damals NK2-Bundestrainer) zurück. Damals ging es nur um Matej. Er zeigt unserem damaligen Trainer und mir seinen Plan mit Matej und wollte von uns wissen, was wir darüber denken. Wir hatten dann vorgeschlagen, dass er maximal 50% der Turnier spielen solle (und selbst das war uns zu viel). Wurde ohne Nachzudenken abgelehnt mit der Begründung, dass er dann ja zu weinig WR-Punkte sammeln würde und die Setzung bei der EM schlecht ist.
Was hat es am Ende gebracht? Nichts. Zudem werden die Turniere auch ohne eine anständige Vorvereitung bestritten. Die Kinder reisen zum WTT nach was weiß ich wo ohne eine gezielte Vorbereitung. Tini zum Beispiel am Donnerstagmorgen noch in der Schule, mittags Training bei uns und dann ab nach Italien. Was soll dabei rauskommen?
Das meine ich mit weniger ist mehr. Drei, vier Turniere im Jahr mit gezielter Vorbereitung (am Besten noch in den Ferien) und den Rest der Zeit für Training nutzen. Das muss der Ansatz sein. Setzung hin oder her. Aus meiner Sicht auch egal was mit 13 ist - wichtig wird es dann mit 18-25 Jahren.
In Zeiten von WTT immer schwerer - ich weiß. Ich bin auch kein A-Lizenz Trainer, aber ich sehe was bei den Jungs los ist und versuche vernünftige Lösungsvorschläge mit reinem Menschenverstand zu präsentieren.
Gruss
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