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AW: Jugend Weltmeisterschaften 2024 (22.11. - 29.11.2024 Helsingborg, SWE)
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Kaufmann/Hursey bejubeln Medaillengewinn gegen Taiwan
Im Teamwettbewerb hatte sich Taiwan im Viertelfinale für die deutschen Mädchen trotz guter Chancen als zu hohe Hürde erwiesen, heute jedoch nahm Annett Kaufmann Revanche. An der Seite der Waliserin Anna Hursey besiegte die 18 Jahre alte Deutsche Meisterin der Damen im Medaillenmatch der Runde der besten Acht das asiatische Spitzenduo Cheng Pusyuan und Yeh Yi-Tian hoch verdient in vier Sätzen. Die Vorentscheidung zugunsten von Kaufmann/Hursey brachte der Gewinn des dritten Satzes mit 13:11. Das Duo ließ sich beim Stand von 11:11 auch von einer minutenlangen Unterbrechung nicht aus dem Rhythmus bringen. Die vier Spielerinnen am Tisch spielten bei 11:11 einen Ballwechsel ganz normal aus, der Punkt zum 12:11 ging an Kaufmann/Hursey. Taiwans Trainer monierte anschließend jedoch, dass der Zählschiedsrichter seinen Arm gehoben habe und der Ballwechsel zu wiederholen sei. Die leitende Schiedsrichterin wiederum hatte den Ballwechsel ohne Unterbrechung zu Ende spielen lassen. Nachdem der Oberschiedsrichter und Dolmetscher zu Hilfe geholt worden waren, fiel die Entscheidung zugunsten von Kaufmann/Hursey aus.
U19-Mädchen-Bundestrainerin Lara Broich brachte anschließend Licht ins Dunkel: "Das war natürlich ein wichtiger Moment. Der Punkt ging an uns, da der Ballwechsel komplett durchgespielt wurde und in diesem Fall die Entscheidung der leitenden Schiedsrichterin zählt, die nichts gesehen hatte. In der Phase des Wartens auf eine Entscheidung haben die Mädchen toll die Spannung hochgehalten." Direkt nach Wiederbeginn nutzte Kaufmann cool gleich die erste Chance zum Satzgewinn. In Durchgang vier wurde es nach einer hohen Führung noch einmal knapp, doch am Ende brachte ein unerreichbarer Rückhandblock von Hursey mit 11:9 die Entscheidung. Nochmals Lara Broich: "Nur im ersten Doppel gegen Schweden haben Annett und Anna einen Satz gebraucht, um ihren Rhythmus zu finden. Gegen die Taiwanesinnen haben sie eine Schippe draufgelegt und verdient die Medaille gewonnen, deren Farbe wir ja noch nicht kennen."
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