Zitat:
Zitat von UKausD
... Ich muss dazu auch noch sagen, dass ich ein großer Freund davon bin, dass sich ein Trainer nicht selber an den Tisch stellt (außer zum "Vormachen"), sondern von außen beobachtet, was am Tisch gemacht wird. Das erfordert natürlich einen Trainingspartner.
Gruß
Uli
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Guter Punkt, finde es auch sehr hilfreich, wenn der Trainer von außen guckt und verschiedene Standpunkte einnimmt: von der Seite her meine Körperhaltung (nach vorne gebeugt?, tiefer Stand), Beinarbeit vor-zurück (Distanz zum Tisch) und den Schlagarm (Ausholphase, Handgelenkseinsatz, Treffpunkt und Ausschwungphase) beobachtet
und
von hinten meine Beinarbeit zur Seite (richtige Schritte, zu viel?/zu wenig?, tief geblieben?) beoabachtet und dazu Feedback gibt.
Ob ein Sparringspartner Sinn macht, hängt m.E.n. stark von der Spielstärke des Sparringspartner ab.
Er muss sehr genau zuspielen können, saubere Schläge ausführen können (kein Kontern mit "Unterschnitt", keine kurzen Aufschläge, die doch lang kommen, kein Topspin mit viel Seitschnitt etc. und sollte ungenaue Schläge des "Schülers" ausgleichen können.
Der Sparringspartner sollte sich in den Dienst des Schülers bzw. des Lehrers stellen können und z.B. das Tempo spielen, das dem Schüler bei der Übung hilft weiterzukommen.
Bevor das Training losgeht, sollte sich ein guter Trainer anschauen, wie der Schüler in spe spielt und daraus ehrliche Rückschlüsse ziehen:
- Was möchte der Schüler und macht das Sinn? (Sehe ich als Trainer die gleichen Baustellen wie mein Schüler? Bedingt der Schritt vllt. zunächst einen anderen Schritt?
- Welche Bereiche sind überhaupt entwickelbar? (manche Spieler haben z.B. eine sehr schlechte Beinarbeit, aber auch Knieschäden, die gar nicht viel Beinarbeit erlauben)
- Welche Bereiche versprechen möglichst schnelle Lernfortschritte?
- Lässt sich eine verkorkste Technik noch umtrainieren?/Welcher Aufwand wäre nötig?