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Zitat von plunder
Ein analoges Beispiel wäre das Waagerechthalten eines 3.3kg STIHL Spalthammers bei ausgestrecktem Arm. Hält man den Spalthammer entlang seines langen Holzgriffs genau in seinem Schwerpunkt in der Hand, schafft man es das Werkzeug 10sec lang waagerecht in der Luft zu halten: das Handgelenk bekommt nur das Gewicht als Belastung zu spüren. Hält man den Spalthammer am Griffende, schafft man es das Werkzeug 1sec lang waagerecht in der Luft zu halten: das Handgelenk bekommt nun zusätzlich das Gewichtsmoment zu spüren, und jetzt wird es unendlich schwieriger das Teil mir einer Hand waagerecht zu halten.
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Was Du da wortreich erzählst, ist nicht mehr als das Jahrtausende alte Hebelgesetz.
Interessanter als die statische Last an einem Hebel sind im Tischtennis schon eher die Kräfte, welche durch Beschleunigungen auftreten. Dabei ist die lineare Beschleunigung nur der einfachste Fall. Kaum schwieriger zu durchschauen sind die Beschleunigungskräfte auf einer idealen Kreisbahn. Die realen Bewegungen des Schlägers entsprechen aber meist keinem dieser beiden Idealmodelle, sondern sind komplexe Überlagerungen davon (Stichwort Banana, Chop, Topspin).
Und eben bei diesen komplexen Kurvenbewegungen treten schon bei wenigen Gramm Unterschied z.B. durch einen anderen Belag Kräfte auf, welche mit der Beschleunigung zunehmen. Diese Beschleunigungskräfte oder auch Trägheitsmomente sind für einen Federgewichtler und einen Schwergewichtsboxer erstmal gleich. Nicht schwer zu raten, wer damit aber mehr zu kämpfen hat ...
Ob es schonmal einen Thread gab, wo die wirkenden Kräfte am Schläger durch Beschleunigungskräfte einmal
wirklich quantifiziert wurden? Zum Beispiel insgesamt 10 g schwerere Beläge führen zu welchen zusätzlichen Kräften bei einer exakt gleichen
komplexen Schlägerbewegung?