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AW: BOL 1 Serie 04/05
TTC Calden – Westuffeln I – TTC Mardorf I 7:9
In einem wirklich spannenden, ereignisreichen Spiel, bei dem viel Unerwartetes geschah, waren es letzten Endes die Gäste aus Mardorf, die die Partie (verdient) für sich entscheiden konnten. Für die caldener Truppe war es der erste Punktverlust nach über einem Jahr – damals ebenfalls 7:9 gegen den Klassenprimus Gönnern II.
Und so kam dieses – ich denke, für alle Anwesenden unvorhergesehenes – Resultat zu Zustande:
Die gewohnte Doppelstärke der Gastgeber stach wieder einmal hervor: Podjaski/Tegas (3-0 gegen Küttner- Hedderich/Dr. Liesenfeld) und - etwas überraschend - Drescher/Engelbrecht (3-1 gegen Schick/Apelt) konnten jeweils den Sieg davontragen. Reichl/Seifert mussten sich indes dem starken mardorfer Doppel, bestehend aus Ihlenfeldt/Keding, mit 0-3 beugen.
Im ersten Einzel hatte es Lars Reichl mit Ullrich Küttner-Hedderich zu tun. Die caldener Nr. 1 mühte sich zwar redlich, die Initiative zu ergreifen, kam jedoch über einen gewonnenen Satz nicht hinaus und verlor folgerichtig mit 1-3. Sascha Podjaski machte es gegen Thorsten Ihlenfeldt (1-3) kaum besser. Zu sicher schien die Nr. 2 der Gäste für den jüngsten Spieler in Reihen der Gastgeber zu sein. Im Spiel zwischen Andreas Tegas und Andreas Schick bewies Erstgenannter einmal mehr, dass er zu den Top-Spielern im 2. Pk. – in dieser Spielklasse – gehört. Er zeigte bei seinem 3-1-Erfolg eine respektable Leistung. Diese zeigte auch Marcus Drescher bei seinem knappen 3-2-Sieg über den technisch versierten Philipp Keding. Marcus konnte die harten Angriffsbälle des jungen Mardorfer stets gut parieren und kämpfte sich so letzten Endes zum Matchgewinn. Ebenfalls 3-2 endete die Partie zwischen Jens Engelbrecht und Alexander Apelt. Das caldener Urgestein lag bereits mit 0-2 zurück, ehe er sein Spiel entscheidend umstellen konnte und die Partie gewann. Mirko Seifert hatte zwar zu Beginn seiner Partie (er spielte gegen den Verteidiger Dr. Alexander Liesenfeld) seine Probleme, konnte jedoch, aufgrund überlegenem Spiel, die folgenden drei Sätze für sich entscheiden.
Nach einer Führung von 6-3 war man vielleicht etwas zu sicher und von einem schnellen Erfolg überzeugt. Was folgte war ein starkes aufbäumen der Gäste – das Blatt sollte sich nun schlagartig wenden.
Die caldener Nr. 1, Lars Reichl, kämpfte wie immer und zeigte viel Einsatz. Doch Thorsten Ihlenfeldt war – und dies muss man neidlos anerkennen – in einer außerordentlich guten Form und behielt mit 3-2 die Oberhand. Podjaski hatte im Duell mit Ullrich Küttner-Hedderich nichts zu bestellen (0-3), erfreute sich doch über einen recht lustigen 2. Satz, welcher mit 17-19 verloren wurde. Das Unglück, sofern man es denn so betiteln kann, nahm weiter seinen Lauf: Andreas Tegas verlor 0-3 gegen einen starken Philipp Keding; Marcus Drescher konnte gegen Andreas Schick immerhin einen Satz siegreich gestalten. Es keimte noch einmal ein Fünkchen Hoffnung auf, als Jens Engelbrecht die mardorfer Nr. 6, Dr. Alexander Ihlenfeld, mit 3-0 düpierte. Mirko Seifert verlor jedoch gegen Alexander Apelt mit 1-3, wobei das Spiel doch sehr umkämpft war. Im Schlussdoppel (Podjaski/Tegas gegen Ihlenfeldt/Keding) lagen die caldener Recken bereits mit 3-7 im fünften Satz zurück, ehe sie nach sechs Punkten in Folge mit 9-7 in Führung gingen. Doch Fortuna, die es ausnahmsweise vorzog, mit den Mardörfern zu sympathisieren, zeigte den Caldenern die kalte Schulter. Und so kam es, wie es kommen musste: Podjaski/Tegas unterlagen mit 9-11, was gleichzeitig bedeutete, dass der Sieg an die Gäste ging.
Man ärgerte sich zwar im Lager der Gastgeber über diese Niederlage, konnte aber ebenso wenig leugnen, dass sie verdient gewesen war.
An dieser Stelle möchte ich, im Namen meines Teams, der Mannschaft des TTC Mardorf zu ihrem Erfolg gratulieren. In der Hoffnung, dass die lange Heimreise reibungslos ablief, da es auf Hessens Straßen ziemlich glatt war.
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