Zitat:
Zitat von Claus
Denn einer der CDU wählt, kann auch damit leben wenn die SPD dabei ist, aber nicht wenn die AFD dabei ist.
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Diese von dir propagierte "Mitte" wird doch aber zusehends kleiner. Wenn du sagst bei 20% Umfrage AfD, dass 80% eben nicht die AfD wollen, dann hat FsB vollkommen recht mit der Gleichsetzung, dass dann eben auch 84% nicht SPD oder 87% nicht Grüne wollen. Und wenn du die Mitte dann als Block zusammenfasst, dann sind das eben nicht mehr 80% sondern dann bleiben nur noch gut 60% übrig, denn neben den 20% AfD fallen ja auch noch ca. 10% am linken Rand raus (BSW/Linke) sowie 6-8% Sonstige. Möchte man wirklich so lange weiter wurschteln, bis diese "Mitte" nicht mal mehr die absolute Mehrheit hat? Dieses Gewürge in den neuen Bundesländern, um irgendwie um die AfD drumrum zu kommen führt doch nur dazu, dass die Randparteien noch stärker werden. Den kleinsten gemeinsamen Nenner zwischen CDU und BSW, toleriert von den Linken, muss man doch mit dem Mikroskop suchen. Als ob das fünf Jahre gute Politik für Thüringen bringt. Und wie wählen die Thüringer dann wohl in fünf Jahren?
Eine einfache Lösung gibt es leider nicht. Da sehe ich es wie der HSV. Ich fürchte allerdings, dass es der aktuelle Zeitgeist erfordert, dass über kurz oder lang die AfD mit eingebunden wird. Permanent drumrum tänzeln wie der Teufel ums Weihwasser wird nicht helfen, zumal mögliche Koalitionen ohne AfD alles nur Zweckbündnisse ohne echte Richtung sind. Schwarz-Gelb hätte man hier einen echten Richtungswechsel noch zutrauen können, aber dafür wird es meilenweit nicht reichen. Und mit rot oder grün bekommt die Union keinen Richtungswechsel hin, der die AfD perspektivisch wieder kleinmachen könnte. Dafür müssten sich die Sozialdemokraten in die Richtung ihrer dänischen Kollegen wandeln, und wenn man Sauertopf Esken da gestern wieder bei Miosga gesehen bzw gehört hat, dann fehlt mir dazu der Glaube. Mit den Grünen geht es noch weniger.