Zitat:
Zitat von mithardemb
Richtig. Wir tauschen damit die Arbeitskraft von jemandem der seinen Beruf erlernt hat gegen jemanden der ungelernt zu einer Arbeit gezwungen hat für jeweils ein Jahr ein. Klingt absolut sinnvoll.
In der Vergangenheit waren die Kreiswehrersatzämter hauptsächlich für die Wehrerfassung und Musterung zuständig. Du hast vorgeschlagen, dass sie jetzt die Zwangsdienstleistenden über die Zeit betreuen. Wir reden hier von ungelernten Menschen die einen hohen Betreuungsaufwand erfordern und wo man vor Ort sein muss. Also brauchst du jetzt entweder sehr viel mehr Menschen die sich um unsere neue Arbeiterkaste kümmern oder du parkst sie irgendwo, damit sie ihre Zeit absitzen.
Das mit den Flüchtlingen war kurz nach Ende der Wehrpflicht durchaus ein Thema: https://www.proasyl.de/news/zelte-co...ung-zu-werden/
Dass ein Schimmelentferner das Problem nur oberflächlich löst sollte dir eigentlich auch klar sein. Als normale Berufsstätte hätte man viele Kasernen zum Ende der Wehrpflichtzeit wohl kaum mehr betreiben können. Aber wenn man einfach keinen reinlassen muss zum kontrollieren, dann geht das genauso wie die wenn man den Soldaten mangels Munition vorschlägt sie sollen bei den Schießübungen "Bum" rufen.
Also wenn ich mir das tatsächliche Rentenalter in Südkorea (also nicht das gesetzliche) im Vergleich zu Deutschland ansehe, dann erkenne ich da schon Probleme. Abgesehen davon hat Südkorea eine Wehrpflicht für Männer ohne die Möglichkeit zur Verweigerung und keine Wehr- oder Dienstpflicht für Frauen. Gemessen am BIP lassen sich die Südkoreaner ihr Armee aber auch deutlich mehr kosten. Ich vermute wenn der Ukraine Krieg vorbei ist und Russland nicht gerade ein andere Land überfällt wird unsere Akzeptanz für einen höheren Wehretat schnell wieder nach unten gehen.
Wir wollen auch etwas ganz anderes. Niemand will ernsthaft 750.000 Wehrpflichtige pro Jahr unterbringen und ausbilden. Wir möchten das Gemeinwohl nicht über Steuern finanzieren oder die Lohnnebenkosten noch weiter erhöhen. Wir möchten das ganze jetzt einfach dadurch lösen, dass wir es der Jugend aufbürden - die eh schon immer mehr für unseren Lebensstandard im Alter zahlen soll. Damit wir nicht mehr an Steuern und Sozialabgaben zahlen müssen, sollen unsere Kinder oder Enkel jetzt umsonst arbeiten. Die Begründung, dass das ihnen "gut" tuen würde ist vorgeschoben. Wir möchten von einem System profitieren für das andere für einen Hungerlohn schuften. Fair Trade beim Kaffee gerne, faire Lastenverteilung zwischen den Generationen lieber nicht.
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Eine Pflegehelfer-Ausbildung ist jetzt nicht so anspruchsvoll. Machen die meisten mit nicht ausreichenden Deutschkenntnissen übrigens, weil nur mit B2 die Ausbildung als staatlich anerkannte Altenpflegerin eigentlich schon nicht möglich, da zu anspruchsvoll ist.
Die normalen Pflegekräfte sollen in Zukunft eh studieren und können dann ein Herr der Ungelernten/Geringqualifizierten kommandieren. Ist in anderen Ländern ohne duales Ausbildungssystem übrigens schon so üblich.
Ich habe nicht gesagt, dass diese die Leute über die Zeit betreuen. Dafür sind natürlich die zuständigen Ausbildungskompanien/ Organisationen des Katastrophen und Zivilschutzes bzw. zivile Einrichtungen (Krankenhäuser, Altenheim, usw.) zuständig.
Dann würde man einmal die Fachkräfte von Aufgaben entbinden, für die überqualifiziert sind oder für die im Alltag keine Zeit bleibt. Wie etwa mit den Heimbewohnern im Altersheim auch einmal zu reden und nicht nur "Satt und Sauber"..
Hat von 1955 bis zur Abschaffung der Wehrpflicht funktioniert - warum sollte das heute alles nicht mehr gehen?
Dann muss man Kasernen eben neubauen - warum sollte man das nicht schaffen? Was ist so schwierig daran Standard Kaliber zu bestellen, wenn alle andere Nato-Armee das auch schaffen?
"Die Alten" haben 21 Monate Wehrdienst geleistet - was ist also dein Problem?