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Alt 29.01.2005, 09:48
wjuergens wjuergens ist offline
wjuergens
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AW: Defensivhölzer

Hallo erstmal,

hab in meinem Beitrag vergessen (man wird älter) Schnittdoktors Wunsch nach einer Beschreibung des Joola-Defence nachzukommen.
Als erstes habe ich mir das Holz erst einmal genauer angeguckt und stellte fest, dass es sich um ein Drei-Schichten-Holz handelt. Innen eine ca 3mm Balsa-Schicht, außen jeweils ca. 2 mm Deckhölzer. Trotz des Balsa-Kerns sind die Spieleigenschaften aber deutlich anders als bei den Rendler-Hölzern, die ihre Spieleigenarten offensichtlich durch den sehr dicken Balsa-Kern und die hauchdünnen (0,8 mm) Außenfurniere bekommen.
Das Joola-Defence ist für ein Defence-Holz recht schnell, aber, und das ist für mich das entscheidende, vermittelt mir ein sehr gutes Ballgefühl bei trotz Balsa-Holz genügend Gewicht, um mit der Anti-Rückhand hart durchzuschlagen.
Es ist m.M. nach z.B. deutlich gefühlvoller als das Butterfly-Matsuschita (??)-Defence Holz, das ich bei einem zweiwöchigen Test als viel zu starr empfand. Bei dem Ding hatte ich no-feeling, obwohl es durch seine sehr direkte Spielweise gefährliche Returns ermöglichte.
Andererseits nutzen alle Tipps und Eindrücke nichts, jeder muss das für ihn passende Holz und die dazu passenden Beläge selbst finden : Wat denn ainen sien Uhlen is denn aneren sien Nachtigal.
Eine Beobachtung ist mir im Nachherein noch zu dem Nittaku-Shake-Defence eingefallen. Als sich aufgrund der "Feindkontakte" immer mehr Ansplitterungen am Rand einstellten, habe ich das Holz einfach an einem Schleifband um etliches kleiner geschliffen. Bei anderen Hölzern hatte das vorher meist katastrophale Auswirkungen, da dabei die Abstimmung völlig verlorenging. Beim Shake-Defence hatte ich dagegen Glück, ich kam danach mit diesem Holz deutlich besser zurecht. Da dies Holz in der Originalgröße sehr groß ist, passte die "neue" Größe offensichtlich zumindest für mich besser.

Wolfgang Jürgens
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"Erst wenn
der letzte Nachwuchsspieler zum Fußball abgewandert,
der letzte Übungsleiter gefrustet aufgibt,
der letzte Verein die Jugendarbeit einstellt
und der letzte Aktive seinen Schläger altersbedingt zur Seite legt,
werdet Ihr feststellen, dass man mit click-TT keinen einzigen Nachwuchsspieler gewonnen hat und niemand mehr da ist, um die Kosten zu tragen!"
(Abgewandelt von der Weissagung der Cree)
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