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Zitat von Glücksball
@Hanswurst:
Du hast "unbegrenzt" und "whatever it takes" nicht verstanden. Streicht man dann noch mal einfach 40 Milliarden pro Jahr, wenn der Bedarf doch höher ist, um die Russen aufzuhalten? Nein, die Flexibilität hat man nur mit Schulden. Mal ganz davon abgesehen, was mit der Gesellschaft bei diesen Kürzungen los wäre. Aber das käme manchen ja nicht ungelegen.
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"Wenn der Russe kommt", braucht man sich darüber keine Gedanken mehr machen, da das Fulda Gap nach NATO-Plänen stets mit taktischen Atomwaffen verteidigt wurde.
Das Fulda Gap war für den Kernwaffeneinsatz von beiden Seiten besonders exponiert. Neben Kurzstreckenraketen (Lance, „Sergeant“, „Honest John“) spielten in den Planungen vor allem nukleare Gefechtsfeldwaffen[52] mit niedrigen KT-Werten (Sprengkraft in Kilotonnen[53]) eine große Rolle. Ähnliche Waffensysteme waren der nukleare Granatwerfer „Davy Crockett“ aus den 1950er Jahren, später Nukleargeschosse für die schwere Feld- und Raketenartillerie und Nuklearminen (ADM).[17] Neutronenwaffen galten als weitere Option, um die atomare Verseuchung mit radioaktivem Fallout für den geplanten Durchmarsch der sowjetischen Panzer so gering wie möglich zu halten. Auf dem Fliegerhorst Altenburg-Nobitz waren etwa 30 taktische atomare Freifallbomben[14] für den Gefechtsfeldeinsatz eingelagert. Kernwaffen sollten im Fulda Gap auf den sowjetischen Invasionsrouten zum Einsatz kommen, um eine Barriere aus radioaktiver Strahlung zu errichten.[54].
Die osthessische Gemeinde Hattenbach (30 Kilometer von der innerdeutschen Grenze entfernt) wurde in der US-amerikanischen TV-Dokumentation The Nuclear Battlefield von 1981 als Ground Zero für den Einsatz taktischer Kernwaffen erwähnt.[55] In den Karten der US-Army ist Hattenbach mit der Nullkoordinate eingezeichnet. Bei Hattenbach liegt das Autobahnkreuz Hattenbacher Dreieck der Autobahnen A5 als verlängerte Verbindung der Ballungsräume Rhein-Main und Rhein-Neckar und der A7 von Flensburg nach Füssen. Ein Nuklearschlag auf diesen Verkehrsknotenpunkt[56] hätte den Vormarsch der 8. Gardearmee empfindlich behindert. Später stellte sich heraus, dass Hattenbach eines der ersten benannten Atomziele der NATO in der BRD war.
Das Suwalki Gap im Baltikum wird genauso wenig zu verteidigen sein.