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Zitat von Old__Schmetterhand
Aber es gibt auch harte katapultige Beläge, bei denen der Katapulteffekt nur etwas später einsetzt, z. B. der Hammond Z2 (ca. 50 Grad ESN). Auch in 1,8 mm schlägt der für mich nicht leicht durch.
Bei den Profis geht der Trend zu den ganz harten (Hybrid-) Belägen. Darunter katapultarme Beläge aber auch Beläge mit Katapult, der nur später einsetzt. Habe mal recherchiert: z. B. Xiom Omega VII Tour, (Calderano), Andro Rasanter R53 (Gauzy), D05 (Ovtcharov, Rückhand)). Ich habe diese ganz harten Beläge selbst nicht getestet, weiß also nicht wie spät der Katapult da einsetzt.
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Jetzt kommen wir hier in Wortklaubereien. Ich definiere Geschwindigkeit als Geschwindigkeit bei harten Schlägen und Katapult als Geschwindigkeit bei weichen Schlägen (bzw. Grundgeschwindigkeit und Endgeschwindigkeit).
Ein langsamer, unkatapultiger Belag ist ein Belag mit geringer Grundgeschwindigkeit und geringer Endgeschwindigkeit.
Ein schneller, unkatapultiger Belag ist ein Belag mit geringer Grundgeschwindigkeit und hoher Endgeschwindigkeit.
Ein langsamer, katapultiger Belag ist ein Belag mit hoher Grundgeschwindigkeit und geringer Endgeschwindigkeit.
Ein schneller, katapultiger Belag ist ein Belag mit hoher Grundgeschwindigkeit und hoher Endgeschwindigkeit.
So etwas wie ein Katapult, der spät einsetzt, existiert also nicht.
Vielleicht verwendest du die Begriffe anders, da würde mich mal deine Definition interessieren. Allerdings finde ich die Art, wie du die Begriffe verwendest, jetzt schon unsinning. Du argumentierst, dass Profis Beläge mit Katapult spielen, der nur spät einsetzt. Nach genau der gleichen Argumentation könnte man aber auch sagen, dass z.B. ein H3 oder noch extremer, ein Skyline 2 eigentlich super katapultig sind, der Katapult aber halt sehr spät einsetzt. So gesehen wäre jeder Belag katapultig, mit unterschiedlich früh einsetzendem Katapult. Ein unkatapultiger Belag würde überhaupt nicht existieren.
Ich finde meine Definition übrigens sinnvoll, da so gut wie alle Beläge sich in dem für sie vorgesehenen Arbeitsfenster mehr oder weniger linear verhalten. Somit kann man das komplette Geschwindigkeitsverhalten nur mit Grundgeschwindigkeit und Endgeschwindigkeit annähernd beschreiben.
Weiche Beläge verhalten sich ab einer bestimmten Schlaggeschwindigkeit natürlich nicht mehr linear sondern erhöhen die Ballgeschwindigkeit kaum noch. Das findet dann aber außerhalb des vorgesehenen Arbeitsfensters statt. Wer mit einem weichen Belag also regelmäßig so hart schlägt, sollte eh einen härteren Belag spielen. Es ist also nicht wirklich relevant.
Von dieser Regel gibt es zwar ein paar Ausnahmen, z.B. den EL-S. Allerdings sind diese halt ziemlich selten. Gerade unter Profis ist die Linearität auch das wichtigste Kriterium an einen Belag, da sich ein linearer Belag einfach immer so verhält, wie er es soll und es keine unangenehmen Überraschungen gibt. Zuverlässigkeit also. Die von dir genannten Beläge, bei denen "der Katapult nur später einsetzt", kenne ich zwar alle nicht besonders gut, ich wage aber zu bezweifeln, dass sie bis zu einem bestimmten Punkt total langsam sind und dann auf einmal der Katapult einsetzt. Sonst würde ihn kein Profi spielen. Was du als spät einsetzenden Katapult bezeichnest, ist nichts anderes als wenig Katapult.